Heute im SuperPrestige-Finale in Middelkerke

Das Cross-Bike von Vize-Weltmeisterin Annemarie Worst

Von Wolfgang Preß

Foto zu dem Text "Das Cross-Bike von Vize-Weltmeisterin Annemarie Worst"
| Foto: Cor Vos

16.02.2020  |  Heute geht's beim "Nordzee-Cross" in Middelkerke das Finale der SuperPrestige-Serie über die sandige Bühne der belgischen Nordsee-Küste. Die Cyclocross-Rennserie ist die wohl renommierteste in Europa, und besteht eigentlich aus acht Rennen in Belgien und Holland.

Eigentlich - denn Susanne hat nicht nur bei uns heftig gestürmt, sondern auch
in Belgien. So ist am 9. Februar das Rennen in Merksplas ausgefallen, und der Silvester-Cross in Diegem am 29. 12. war der bis dato letzte Lauf. Da das Rennen in Flandern ersatzlos gestrichen wurde, stand Ceylin del Carmen Alvarado (Corendon-Circus) so schon am Jahresende als SuperPrestige-Gesamtsiegerin fest.

Wie das? Die Zweite der Gesamtwertung, Yara Kastelijn (Team 777), kann bestenfalls mit Alvarado gleichziehen (wenn sie gewinnt und Ceylin ausfällt) - aber auch dann wird die neue Weltmeisterin Gesamtsiegerin der Serie, da sie zwei Rennen gewonnen hat, Yara aber nur eines.

Dritte in der SuperPrestige-Gesamtwertung
ist Vize-Weltmeisterin Annemarie Worst - und ihr Rad wollen wir heute vorstellen. Es kommt aus der Schmiede der Hambuger Cross-Spezialisten von Stevens, und trägt passenderweise den Namen "SuperPrestige".

Übrigens: Vier der Top-Fünf-Fahrerinnen der SuperPrestige-Gesamtwertung sind auf diesem Rad unterwegs. Neben Annemarie und Yara Kastelijn auch Alice Maria Arzuffi (alle Team 777) sowie Sanne Cant (Iko-Crelan); die mehrfache italienische Meisterin Eva Lechner folgt auf Rang sechs - ebenfalls auf einem Stevens SuperPrestige.

Wie das Canyon Inflite von Mathieu van der Poel (das wir vor zehn Tagen vorgestellt hatten) ist auch der Carbon-Crosser von Worst kein brandneues Bike: Beide Modelle werden bereits in der dritten Saison von den Profis gefahren. Gute Pferde wechselt man eben nicht so schnell...

Sanne Cant, die das Rad maßgeblich mitentwickelt
hat, wurde auf dem damals neuen SuperPrestige 2018 Weltmeisterin, Wout van Aert, ebenfalls Weltmeister, fuhr es in der vergangenen Saison, und auch Cross-Seriensieger Van der Poel gewann seine erste Elite-Weltmeisterschaft auf eben diesem Rad.

Zurück zu Annemarie Worsts Crossbike: Das Rahmen-/ Gabel-Set aus hochmodularem Carbon wiegt zusammen keine 1400 Gramm, und hat eine lupenreine Race-Geometrie. Vorne und hinten kommen stabile 12-mm-Steckachsen zum Einsatz. Da im Cyclocross die Räder komplett gewechselt werden, spielt die Zeit beim Laufradwechsel keine Rolle - anders als bei Straßenrennen.

Annemarie fährt eine Shimano Dura Ace Di2 R9170
Gruppe mit einer speziellen Übersetzung: ein 46/39-Kettenblatt, und eine 11-30-Dura-Ace-Elffach-Kassette. Die Kurbel ist eine den den Profis vorbehaltene Sonderanfertigung von Shimano: Die Kettenblätter mit 46 und 39 Zähnen liegen besonders nahe beieinander. So können die Fahrer noch schneller schalten, und in den Zwischenraum dringt weniger Schmutz ein.

Worsts Renner ist mit der neuesten Generation von Shimanos Shadow-Umwerfer ausgestattet, dazu mit einem dickeren, speziell angefertigten Direct-Mount-Schaltauge. Der Dura-Ace-Di2-Antrieb ist hier in einer speziellen Cyclocross-Version mit einem längeren Schaltkäfig verbaut.

Die DT-Swiss-Laufräder kommen auf 38 mm breiten
Carbon-Felgen daher. Die handgefertigten Schlauchreifen stammen vom holländischen Spezialisten Dugast, und werden mit sehr niedrigem Druck gefahren, in der Regel um 1,3 bar. Sie müssen mehrfach geklebt werden, damit sie bombenfest auf der Felge sitzen und bei dem geringen Luftdruck nicht abspringen.

Die neuen 140-mm-Rotoren der Dura-Ace-Bremsen sind zweiteilig, mit einer extra belüfteten Sechs-Loch-Spinne. Die Edelstahl-Bremsschiene ist angenietet, um Steifigkeit und Wärmeableitung zu maximieren. In die Bremsflächen sind vier Extra-Schlitze eingefräst, um Wasser und Schlamm besser von den Bremsbelägen zu entfernen, und so ein gleichmäßiges Bremsen auch bei schlechten Bedingungen zu gewährleisten.

Die Daten:
Rahmen: Carbon SL Fiber hochmodular, 1000 g, QR12-Steckachsen
Gabel: Voll-Carbon SL
Bremsen: Shimano Dura-Ace disc R9170, 140 mm Disc (v, h), Centerlock
Brems-Schalt-Griffe: Shimano Dura-Ace Di2 R9170
Umwerfer: Shimano Dura-Ace Di2 R9170
Schaltwerk: Shimano Dura-Ace Di2 R9170
Sattel: Fizik R1
Lenkerband: Fizik Microfiber
Sattelstütze: Easton EA 90 SL
Vorbau: Easton EA 90
Lenker: Easton EC 90 SLX
Kassette: Dura Ace, 11fach, 11 - 30 Zähne
Kurbel: Durca Ace, 46/ 39 Z.  (Kettenblätter Sonderanfertigung)
Reifen: Dugast 33 mm Schlauchreifen; Modell je nach Bodenbeschaffenheit
Laufräder: DT Swiss 1100 Spline 38 mm carbon tubulars
Pedale: Shimano XTR M9100 SPD

 

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