3T Racemax+ WPNT

Neue Version des Aero-Gravelbikes

05.11.2026  |  Vor zehn Jahren überraschte 3T die Fachwelt mit seinem Exploro, dem ersten aerodynamisch optimierten Gravelbike der Welt. Das inzwischen „Primo2“ genannte Rad bekam 2020 einen Gefährten, das weiter luftwiderstandsoptimierte Exploro Racemax. Und dieses Modell geht nun unter dem Namen 3T Racemax+ WPNT in die dritte Generation – mit interessanten Detailverbesserungen und deutlich reduzierten Preisen.

Typisch für das 3T Racemax ist das überbreite Unterrohr.

Was hat sich geändert am Aero-Gravelbike? Vom Vorgänger lässt es sich auf den ersten Blick durch das nun mehr abgedeckte Achsgewinde rechts an der Gabel unterscheiden; ansonsten ist der italienische Hersteller seiner bewährten Formensprache treu geblieben. Auffälligstes Merkmal des Rahmens ist wohl das überbreite Unterrohr, das die Trinkflasche vom Fahrtwind abschirmt; auch die nach unten gezogenen Kettenstreben, welche die Reifenfreiheit vergrößern sollen, hat 3T beibehalten. Unverwechselbar ist die flache Gabelkrone.

Wer will, kann das 3T auch als Straßenrad fahren – die Geometrie gibt es auf jeden Fall her.

Das vielleicht wichtigste Merkmal des neuen Rahmens ist die größere Reifenfreiheit, die nun bei real 51 mm mit Monokettenblatt und 48 mm mit Doppelkettenblatt und Umwerfer liegt, während sie vorher bei einheitlich 46 mm lag. Damit präsentiert sich das neue 3T Racemax deutlich zeitgemäßer; die Option, die kleineren 650B-Laufräder plus großvolumige Reifen verwenden zu können, wird dagegen nicht mehr erwähnt. In der 32-Zoll-Ära ist dieses Thema wohl endgültig vom Tisch.

Die Gabelkrone ist so flach wie bei einem Straßenrad, was mehr Freiheit bei der Rahmengeometrie lässt.

Mit dem größeren Reifendurchlauf gehen dezente Geometrie-Updates einher, etwa die um 7 mm auf 425 mm verlängerten Kettenstreben sowie jeweils 3 mm mehr Stack und Reach, womit die Sitzgeometrie weiterhin eher ausgewogen als rennmäßig ist. Außerdem ist der Lenkwinkel etwas steiler geworden – am Rennrad-nahen Charakter des Racemax ändert 3T also nichts. Einige dieser Merkmale finden sich übrigens bereits am 3T Racemax2 Italia mit in Italien gefertigtem Rahmen. Bei teuren Topmodell gibt es ein Staufach im Unterrohr, auf das man beim normalen Racemax allerdings verzichten muss.

Mit der markanten Aero-Optik ist 3T ein Klassiker gelungen, der nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Freuen kann man sich ab sofort über deutlich reduzierte Preise: Das Rahmenset ist zwar unverändert mit 3.120 Euro gelistet, doch die zwei Kompletträder mit SRAM Rival XPLR kosten nun jeweils 500 Euro weniger. Mit einfachem Fulcrum-Radsatz werden 4.486 Euro fällig, mit 3T-Carbonlaufrädern 5.169 Euro. Die zwei Varianten mit Shimano GRX Di2 sind weggefallen, dafür gibt es nun ein Einstiegsmodell mit mechanischer Shimano 1x12 für schlanke 3.609 Euro.

Das Racemax+ kann auch mir Doppelkettenblatt aufgebaut werden, wobei der Umwerfer die Reifenfreiheit etwas reduziert.

Spätestens beim Blick auf die Preisliste bekommt man Lust aufs neue 3T Racemax+ WPNT – ein Rad, das bei seiner Erstvorstellung seiner Zeit voraus war und nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Nach wie vor fasziniert seine unverwechselbare Optik, und auch die neuen Farbvarianten gefallen, wobei das Kürzel für „We paint“ steht und auf die eigene Lackiererei am italienischen Firmenstandort verweist.

3t.bike

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