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21.03.2026 | (rsn) – Trotz eines Sturzes in der Anfahrt auf die Cipressa hat Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) seinen großen Traum wahrgemacht und im sechsten Anlauf erstmals Mailand-Sanremo gewonnen. Nach großer Aufholjagd und einem überragend gefahrenen Finale ließ der Weltmeister nach 298 Kilometern von Pavia nach Sanremo in einem bis zur Ziellinie packenden Duell den Briten Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) knapp hinter sich.
Dritter wurde mit vier Sekunden Rückstand der Belgier Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) vor dem zeitgleichen Dänen Mads Pedersen (Lidl – Trek), der in seinem ersten Rennen nach langer Verletzungspause nur knapp das Podium verpasste.
Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / Sieger / Flash-Interview):
"Als ich gestürzt bin, dachte ich für einen Moment, dass es vorbei ist. Ein Sturz in Imperia, kurz vor der entscheidenden Stelle des Rennens ist nicht ideal, aber ich war schnell wieder auf dem Rad, weder bei mir noch am Rad war viel kaputt. Dann habe ich Florian (Vermeersch) und Felix (Großschartner) gesehen, die zu mir zurückkamen und alles gegeben haben, um mich schnell wieder nach vorne zu bringen. Sie haben mir die Hoffnung zurückgegeben. Brandon (McNulty) und Isaac (Del Toro) haben dann an der Cipressa den Rest erledigt. Ohne das Team wäre ich heute nicht in die Cipressa abgebogen, sondern einfach geradeaus ins Ziel gefahren."
Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5 / Zweiter / Eurosport):
“Ehrlich gesagt brauche ich Zeit, um das zu verarbeiten, weil ich im Moment ziemlich enttäuscht bin. Es tut weh, so knapp dran zu sein. Wenn Tadej alleine gewesen wäre und ich alleine, wäre ich sehr glücklich. Mir wurde gesagt, es waren vier Zentimeter und das tut ziemlich weh, so nah dran zu sein. Ich habe mich heute großartig gefühlt. Letztes Jahr war ich extrem enttäuscht, weil ich an der Cipressa gestürzt war, aber ich wusste, dass ich vorne hätte dabei sein können. Es ist schön, dieses Jahr zu beweisen, dass ich die Beine dafür habe. Aber wie gesagt, ich kann im Moment nicht anders, als enttäuscht zu sein."
Wout van Aert (Visma - Lease a Bike / Dritter / Mixed Zone):
“Ich habe mich im ganzen Finale eher so gefühlt habe, als wäre ich in der Defensive gewesen, und erst auf den letzten zwei bis drei Kilometern habe ich gemerkt, dass wir noch um das Podium fahren. Deshalb fühlt es sich für mich eher wie ein Erfolg an als wie eine knapp verpasste Chance. Die Umstände sind, wie sie sind, und wir haben trotzdem das Maximum herausgeholt, also bin ich damit zufrieden. Es fühlt sich nie wie ein Sieg an, wenn man Dritter wird. Es war sehr unglücklich, zuerst der Sturz und dann hat es auch ziemlich lange gedauert, bis ich ein neues Rad hatte.“
Mads Pedersen (Lidl - Trek / Vierter / Eurosport):
“Es war schön und relativ unerwartet. Etwas schade, dass ich es nicht aufs Podium geschafft habe, aber so ist das eben.“
Corbin Strong (NSN Cycling / Fünfter / Eurosport):
”Ich bin zufrieden und habe mich gut gefühlt. Die Teamarbeit der Jungs war großartig. Es ist immer ein Rennen gewesen, von dem ich dachte, dass es mir sehr gut liegen könnte. Ich hatte dieses Jahr wirklich viel Pech. Ich glaube, ich bin in jedem Rennen bisher entweder gestürzt, hatte einen Defekt oder bin krank geworden. Deshalb ist es richtig schön, endlich wieder in einem Finale dabei zu sein und ein Top-5-Ergebnis bei einem Monument zu holen, ist wirklich etwas Besonderes."
Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech / Achter / Eurosport):
“Es kam ein Fahrrad auf mich zu, ich konnte nicht mehr ausweichen und bin gestürzt. Vor allem meine Hand tut ein bisschen weh. Tadej ist auch gestürzt, aber er war heute wirklich stark. Am Pogio habe ich ziemlich schnell verstanden, dass ich mein eigenes Tempo fahren muss.”
Matej Mohoric (Bahrain Victorious / Platz 15 / Eurosport):
"Es ist ein sehr hektisches Rennen, da passieren natürlich Fehler. Man investiert viel Energie, um zurückzukommen. Tadej (Pogacar) hat es nach dem Sturz zurückgeschafft und trotzdem gewonnen, was schon beeindruckend ist."
Giulio Ciccone (Lidl - Trek / Platz 38 / Eurosport):
“Vor der Cipressa war es sehr hart und nervös. Wir haben ein paar Momente verpasst, ganz vorne zu bleiben. Mein Plan war eigentlich, im Anstieg dran zu bleiben. Das habe ich versucht, es war aber einfach unmöglich. Ich habe dann den Plan komplett geändert, um Mads (Pedersen) zu helfen. Wir haben als Team einen guten Job gemacht. Mads ist nach einem schweren Sturz und ohne Vorbereitungsrennen in die Top 5 gefahren. Chapeau an ihn.”
Brandon McNulty (UAE - Emirates - XRG / Eurosport):
“Wir waren uns wegen des Gegenwinds schon etwas unsicher, weil es im Windschatten immer leichter ist. Dann gab es einen Sturz und ich wusste nicht, was passieren würde. Wir sind gerade am Fuß der Cipressa wieder herangekommen und ich bin so hart gefahren, wie ich konnte, um nach vorne zu kommen. Ich bin zwar weiter so hart gefahren, aber ich habe vorne nichts gesehen, nur im Funk gehört, was passiert ist. Es war verrückt. Für mich ist er (Pogacar) der größte Fahrer aller Zeiten.“
Felix Großschartner (UAE – Emirates – XRG / Eurosport):
“Ich bin ein wenig sprachlos, weil er (Pogacar) in den Sturz verwickelt war und er meinte, dass er ordentlich aufs Knie gefallen ist. Aber er meinte, er wird für uns Vollgas fahren, weil wir den ganzen Tag gearbeitet haben. Es ist wirklich verrückt, ich freue mich sehr für ihn."
Mauro Gianetti (UAE - Emirates - XRG / Teammanager / Eurosport):
“Es ist Wahnsinn und schwer, die Emotionen in Worte zu fassen. Dieses Rennen ist so schwierig zu gewinnen, besonders nach dem Sturz. Das Team hat einen tollen Job gemacht und was Tadej gezeigt hat, ist einfach nur beeindruckend. Wir warten jeweils 365 Tage auf diesen Moment, jetzt hat es endlich geklappt, es ist so großartig."
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