Vorschau auf das Amstel Gold Race Ladies 2026

Wird SD Worx auch beim Heimspiel von FDJ geärgert?

Von Kevin Kempf

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Mischa Bredewold (SD Worx – Protime) gewann das Amstel 2025. | Foto: Cor Vos

18.04.2026  |  (rsn) – Am Sonntag starten die Frauen in Maastricht in die 12. Ausgabe ihres Amstel Gold Race. Dabei kommen sie schon nach gut 80 Kilometern auf die viermal zu absolvierende Schleife mit dem Ziel kurz hinter dem Cauberg. Mischa Bredewold (SD Worx – Protime) war letztes Jahr in Berg en Terblijt die Beste und mit Platz zwei beim Brabantse Pijl (1.Pro) am Freitag bewies sie, dass sie erneut in Form ist. Doch ihre Mannschaft hat ein Problem.

Und das kommt aus Frankreich und heißt FDJ United – Suez. Die Frauen um die Weltranglistenerste Demi Vollering haben SD Worx dieses Jahr den Rang abgelaufen. Die Niederländerin gewann die Ronde van Vlaanderen (1.WWT) und den Omloop Nieuwsblad (1.WWT), die Schweizerin Elise Chabbey Strade Bianche (1.WWT), die Deutsche Franziska Koch Paris-Roubaix (1.WWT) und die junge Französin Celia Géry legte beim Brabantse Pijl mit einem weiteren Erfolg nach.

Zumindest um die 20-Jährige braucht man sich beim Amstel bei SD Worx aber keine Sorgen zu machen, da die Französische Meisterin im Querfeldein in der Ardennenwoche geschont wird. Doch auch die Niederländerinnen selbst werden beim Heimrennen wohl nicht in ihrer besten Aufstellung antreten, wenn man der vorläufigen Startliste glauben darf. Denn Bredewold, Lorena Wiebes, Blanka Vas und Anna van der Breggen werden demnach nicht von Lotte Kopecky unterstützt.

Starke Außenseiterinnen - auch aus Deutschland

Trotzdem zeichnet sich ein Duell zweier Mannschaften ab, bei dem allerdings andere Teams nicht chancenlos sind. Und bei den Herausforderinnen gibt es starke deutsche Einflüsse. So tritt Canyon – SRAM – zondacrypto erstmals seit dem Sanremo-Sturz wieder mit Kasia Niewiadoma-Phinney an. An ihrer Seite sollen unter anderem Antonia Niedermaier und Justyna Czapla auftreten.

Auch das zweite deutsche Team, Lidl – Trek, reist mit einem starken Aufgebot an. Loes Adegeest überzeugte beim Pijl als Ausreißerin und die schnelle Fleur Moors ist vielleicht die Aufsteigerin der Saison im Frauenfeld und erzielte am Freitag als Fünfte erneut ein Spitzenergebnis. Um Liane Lippert war es zuletzt relativ still, doch die dreifache Deutsche Meisterin findet in Süd-Limburg Terrain nach ihrem Geschmack vor und sollte als Movistar-Kapitänin ins Rennen gehen.

Kann Vos ihren verstorbenen Vater ehren?

Ebenfalls zu beachten ist – wie fast immer – Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech), die sich allerdings mit dem Gewinnen schwertut und noch auf ihren ersten Saisonsieg wartet. Gleiches gilt für ihre Landsfrau Marianne Vos (Visma – Lease a Bike), die nach ihrem zweiten Rang in Roubaix dieses Mal nicht auf Pauline Ferrand-Prevot zählen kann. Sie würde einen eventuellen dritten Sieg beim Amstel sicherlich sehr gern ihrem kürzlich verstorbenen Vater widmen wollen.

UAE – ADQ muss weiter auf die nominelle Frontfrau Elisa Longo Borghini verzichten. Stattdessen festigt sich die Hoffnung der Mannschaft auf eine andere Italienerin: Silvia Persico. Die 28-Jährige fährt ein starkes Frühjahr und landete beim Brabantse Pijl im Sprint auf dem Podium, obwohl sie zuvor im Finale sehr viel im Wind gefahren war.

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