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17.04.2026 | (rsn) – Fünf Tage nach dem Paris-Roubaix-Triumph von Franziska Koch hatte FDJ United – Suez erneut Grund zum Jubel. Die Französin Célia Gery sicherte sich die 11. Ausgabe des Brabantse Pijl der Frauen (1.Pro) über 125,7 Kilometer von Lennik nach Oerijse im Sprint einer größeren Spitzengruppe und feierte damit ihren ersten Sieg bei den Profis.
Die U23-Weltmeisterin von Kigali setzte sich knapp vor der Niederländerin Mischa Bredewold (SD Worx – Protime) durch und sorgte damit für den ersten Erfolg einer Französin bei dem Ardennenklassiker. Die Italienerin Silvia Persico (UAE – Team ADQ) komplettierte das Podium vor der Südafrikanerin Ashleigh Moolman Pasio (AG Insurance – Soudal) und der Belgierin Fleur Moos (Lidl – Trek).
"Ich habe meinen Sprint wirklich weit vor dem Ziel lanciert. Aber es hat geklappt, deswegen bin ich sehr glücklich“, sagte Gery im Flash-Interview, in dem sie auch ihre Teamkolleginnen lobte: ”Die Mädels haben einen tollen Job gemacht, als die den Rückstand zur Spitze geschlossen haben. Ich bin stolz auf sie."
Dabei hob die Siegerin an erster Stelle die Deutsche Meisterin hervor, die sich nach ihrem Sieg in Roubaix diesmal wieder als starke Edelhelferin präsentierte. “Franziska hat unglaublich stark gearbeitet. Aber auch Amber (Kraak), Evita (Muzic), Jade (Weil) und Eglantine (Rayer) am Anfang des Rennens haben das toll gemacht. Franziska ist allerdings in der vorletzten Runde unfassbar gefahren. Alles sind toll für mich gefahren.“
"In so einem Duell Zweite zu werden ist ärgerlich. Trotzdem natürlich Chapeau (vor Gery, d. Red.)", sagte die 25-jährige Bredewold, die damit weiter auf ihren ersten Saisonsieg wartet, im Ziel-Interview. “Ich bin die letzten 700 Meter im Wind gefahren, um außen rum wieder nach vorn zu fahren. Am Ende hat mir wegen dieser ganzen verschwendeten Energie wohl der eine Meter gefehlt“, fügte sie erklärend an.
"Wir sind ein gutes Rennen gefahren und das war auch unser Ziel. In den letzten Rennen sind wir oft in der Defensive gewesen. Wir waren nicht dort, wo wir sein mussten. Wir haben heute eine sehr deutliche Ansage in der Vorbesprechung bekommen. Das hat uns wohl wach gerüttelt“, erzählte Bredewold, deren Teamkollegin Anna van der Breggen einen Tag vor ihrem 36. Geburtstag als Ausreißerin imponierte, ehe sie gemeinsam mit Loes Adegeest (Lidl – Trek) gut einen Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt wurde.
Danach stellte sich die Niederländerin in den Dienst ihrer Landsfrau, die dann aber das Hinterrad von Lotte Kopecky verlor und sich allein nach vorne kämpfen musste. “Ich war nah dran. Hoffentlich bin ich nächstes Jahr einen Platz weiter vorn“, schloss Bredewold zuversichtlich.
Als beste der drei deutschen Starterinnen belegte Linda Riedmann (Lotto – Intermarché Ladies) zeitgleich Rang 17 vor Ricarda Bauernfeind (Lidl – Trek). Koch nahm im Finale nach getaner Arbeit die Beine hoch und landete 4:38 Minuten hinter ihrer jungen Teamkollegin auf Rang 64.
Bei der 11. Ausgabe des Pfeil von Brabant der Frauen bildete sich im ersten Teil des Rennen eine Spitzengruppe um die Schweizerin Steffi Häberlin (SD Worx – Protime), die aber nur einen kleinen Vorsprung zugestanden bekam, ehe das von FDJ angeführte Peloton die Ausreißerinnen bereits knapp 70 Kilometer vor dem Ziel wieder einfing.
Kurz darauf zog Adegeest davon und erhielt Begleitung von Anneke Dijkstra (VolkerWessels). Eingangs des dreimal zu befahrenden finalen Rundkurses betrug der Vorsprung des Duos rund eine Minute auf das Feld, in dem SD Worx nun die Kontrolle übernahm. 28 Kilometer vor dem Ziel attackierte Koch mit ihrer Teamkollegin Gery am Hinterrad im Holstheide-Anstieg aus dem deutlich geschrumpften Feld heraus, ehe kurz darauf van der Breggen den Konter setzte und nach einer Aufholjagd von rund fünf Kilometern die Lücke zu den beiden Ausreißerinnen schloss – wobei sie allerdings verbotenermaßen die Unterarme auf den Lenker legte.
Das Streckenprofil des 11. Brabantse Pijl WE | Foto: Veranstalter
Die 20 Kilometer lange Schlussrunde nahm das Trio 20 Sekunden vor Persico in Angriff, das Feld folgte gut einer Minute dahinter. Die Italienerin wurde elf Kilometer wieder gestellt, zugleich attackierte van der Breggen an der Moskestraat, wodurch Dijkstra den Anschluss verlor. Obwohl unter den Verfolgerinnen keine Einigkeit bestand, reduzierten sie den Rückstand, stellten vier Kilometer vor dem Ziel Dijkstra, ehe auch Adegeest und van der Breggen, die mittlerweile die Tempoarbeit eingestellt hatte, am Fuß des 1,3 Kilometer langen Schlussanstiegs eingefangen waren.
Ricarda Bauernfeind (Lidl – Trek), übernahm kurzzeitig die Spitze, wo sie aber schnell von van der Breggen abgelöst wurde. Gery trat bereits 200 Meter aus der noch rund 20-köpfigen Kopfgruppe heraus an und sicherte sich den Sieg knapp vor Bredewold und Persico, die noch genug Kraft hatte, um auf den dritten Platz zu sprinten.
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