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17.04.2026 | (rsn) – 29 Tage nach ihrem schweren Sturz in der Cipressa-Abfahrt bei Sanremo Women (1.WWT) am 21. März wird Katarzyna Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM – zondacrypto) am Sonntag beim Amstel Gold Race (1.WWT) ins Renngeschehen zurückkehren. Die 31-jährige Polin gibt also rechtzeitig zu einer ihrer liebsten Rennwochen jeder Saison ihr Comeback: die Ardennenklassiker.
"Ich mag diese Rennen einfach, sie machen alle großen Spaß", erklärte sie in einer Pressemitteilung ihres Leipziger Teams mit Blick auf die kommende Woche. Als Amstel-Siegerin von 2019 und Gewinnerin des Flèche Wallonne 2024 gehört Niewiadoma bei den schweren Eintagesrennen Ende April Jahr für Jahr zu den Top-Favoritinnen.
"Natürlich hätte ich den Sturz lieber nicht gehabt, aber ich bin optimistisch für die Ardennen-Klassiker", erklärte Niewiadoma und ergänzte auch, wie optimistisch genau: "Ich halte einen Sieg in Lüttich definitiv für möglich."
Bis zur 'Classicissima' an der ligurischen Küste war Niewiadoma zweifelsfrei eine der stärksten Fahrerinnen des Frühjahrs. Das unterstrichen vor allem ihre beiden zweiten Plätze beim Omloop Nieuwsblad und bei Strade Bianche. Doch auch auf dem Weg nach Sanremo machte die Polnische Meisterin einen sehr guten Eindruck, attackierte an der Cipressa immer wieder und wollte das Rennen an sich reißen, bevor sie dann zu Boden ging.
Nun ist die Frage, wie viel von ihrer Top-Form sie durch die Sturzfolgen verloren hat. "Der Crash war natürlich nicht ideal. Ich wusste auch nicht, wie lange es dauern würde, bis ich mich wieder 100 Prozent gesund fühlen und bereit sein würde für ordentliches Training auf dem Rad", gab die Polin zu und erzählte: "Aber ich habe jeden Tag als Schritt vorwärts gesehen. Die letzten drei Wochen haben viel Physiotherapie und Osteopathie und überhaupt zusätzliche Arbeit bedeutet, um sicherzustellen, dass ich meinen Körper nach jedem Training gut versorge."
In den Ardennen wird sie bei allen drei WorldTour-Rennen dieselben fünf Teamkolleginnen an ihrer Seite haben: Antonia Niedermaier, Justyna Czapla, Neve Bradbury, Cecilie Uttrup Ludwig und Soraya Paladin. Damit gehört das Ardennen-Aufgebot von Canyon – SRAM – zondacrypto sicherlich zu einem der stärksten im Peloton.
Das will Niewiadoma nutzen, um die Rennen möglichst schwer zu machen – sowohl mit Hilfe des Teams, als auch individuell, wie sie versprach: "Ich denke oft an Annemiek (van Vleuten), die ein Rennen oft so gestaltet hat, wie sie es wollte und die anderen leiden ließ, um dann zu gewinnen. Das strebe ich auch an."
Auch etwas anderes, was van Vleuten gelungen ist, strebt Niewiadoma in den nächsten Tagen an: den Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Wenn sie sich ein Rennen aussuchen könnte, bei dem sie in der kommenden Woche gewinnt, dann wäre es das Monument.
Der Grund? Ganz einfach: Das fehlt ihr noch in ihrem Palmares. "Ehrlich gesagt liebe ich sie alle gleich. Aber wenn man mich fragt, welches ich am liebsten gewinnen würde, würde ich Lüttich sagen. Alle drei Ardennenklassiker gewonnen zu haben, wäre etwas Besonderes."