MNSTRY Sporternährung

Die Kraftspender im Praxistest

17.06.2026  |  Trainieren nur mit Wasser und Bananen? Kann man machen, aber ob man so das maximale Leistungsniveau erreicht? Im Praxistest beweisen die Produkte von MNSTRY, dass es Sinn macht, sich über Ernährungsstrategien Gedanken zu machen und dann gezielt zu verpflegen.

Eine dreistündige Trainingseinheit? Kein Problem, sich dafür zu verpflegen. Einfach nur drei bis fünf Bananen in die Trikottaschen packen und regelmäßig abbeißen, dann klappt das schon mit der Energieversorgung... oder? Nichts gegen die in der Tat recht energiereiche, gut verträgliche Gelbfrucht in ihrer biologisch abbaubaren Verpackung – aber ein bisschen ist sie der Unterrohrschalthebel oder das Körbchenpedal der Radsporternährung. Längst gibt es effizientere Methoden, sich auf dem Rad zu verpflegen. Zu den Anbietern, die derzeit in aller Munde sind, gehört MNSTRY, Ausstatter der Teams Red Bull–Bora–Hansgrohe, Canyon//SRAM und Unibet Rose Rockets sowie von Einzelstartern wie dem Gravel-Profi Mads Würtz Schmidt.

Riegel sind nahrhaft und lecker und bei moderater Intensität auch gut zu handhaben.

Natürliche Zutaten, keine Füllstoffe oder künstliche Aromen und natürlich gute Verträglichkeit ohne Laktose, Gluten oder Soja – das sind Eigenschaften, die man heute von Verpflegungsprodukten selbstverständlich erwartet. Schmecken sollen sie natürlich auch, was bei MNSTRY bedeutet: Selbst die Gels sind nicht unangenehm süß; die Riegel des Anbieters weisen eine angenehme Konsistenz auf und sind ebenso fruchtig wie sättigend. Analog zu einer Schokoladentafel in „Segmente“ unterteilt, die sich leicht abbeißen oder -brechen lassen, klappt auch die Dosierung sehr gut (was man von der Banane nicht sagen kann). Und natürlich sind auch „flüssige Kohlenhydrate“ beim Profi-Verpfleger ein heißes Thema.

Die Mischung macht’s

Doch mit den unterschiedlichen Optionen der Energieversorgung kommen Fragen auf: Wie kombiniere ich Riegel, Gels und Getränkemischungen? Was eignet sich für welchen Einsatzzweck, und wie viele Kilokalorien sollte (und kann) ich beim Radfahren eigentlich zu mir nehmen? Zu all diesen Themen haben die Experten von MNSTRY interessante Informationen parat.

Bei der Frage, wie viel Energie beim Radfahren eigentlich verbraucht wird, hilft ein Powermeter ungemein. Wer die durchschnittliche Wattleistung mit 3,6 multipliziert, erhält den Kalorienverbrauch in kcal pro Stunde – eine moderate Durchschnittsleitung von 170 Watt entspricht also etwa 600 kcal. Diese Energiemenge muss natürlich nicht vollständig zugeführt werden, da sich der Körper aus verschiedenen Quellen versorgt, darunter Körperfett und Muskelglykogen. Ersteres ist für lang andauernde, moderate Belastungen zuständig, letzteres für intensive Einheiten. Nach zwei Stunden mit 250 Watt können die Glykogenreserven allerdings weitgehend ausgeschöpft sein – und das erklärt, warum mit steigender Intensität mehr schnell verfügbare Energie aufgenommen werden muss.

Wer mit Powermeter fährt, bekommt recht genaue Daten über den Energieverbrauch und kann die Verpflegung darauf abstimmen.

Hierbei sind gut trainierte Athleten natürlich im Vorteil: Sie mögen zwar dünn sein, aber dennoch können sie bei höheren Intensitäten noch sehr gut Körperfett verstoffwechseln. Bei weniger guter Form geht die Fettverbrennung schon bei weitaus geringerer Belastung in den Keller; solche Sportler müssen deutlich früher Kohlenhydrate zuführen.

Für eine ruhige Trainingseinheit empfiehlt MNSTRY eine Aufnahme von 120 kcal pro Stunde (also 30 g Kohlenhydrate), was ziemlich genau einem halben Porridge Bar entspricht (oder einer mittelgroßen Banane). Die verbleibende Energie stellt der Körper zur Verfügung – Stichwort Fettverbrennung. Der Riegel lässt sich gut portionieren und bei moderatem Tempo auch prima kauen; diese Form der Verpflegung ist also ziemlich unproblematisch und kaum eine Zeile wert. Ach so, eine Sache ist auch wichtig: Kauen, schlucken usw. sorgen für jenes Sättigungsgefühl, das dem/der Aktiven auch bei der Dosierung hilft.

Die sechs Segmente unterteilten Riegel lassen sich einfach abbrechen, was die Dosierung leicht macht.

Bein intensiveren Belastungen gerät das Kauen von Energieriegeln jedoch an seine Grenzen. Steht beispielsweise am Ende einer längeren Ausfahrt ein harter Anstieg an, ist es sinnvoll, eine Viertelstunde vorher einen Kraftspender wie das Gel 40 von MNSTRY (40 g Kohlenhydrate) zu sich zu nehmen, das blitzschnell verstoffwechselt wird. Doch wenn’s wirklich heiß her geht, ist selbst das Aufreißen und ausdrücken eines Gelbeutels vielen zu umständlich. Die Lösung dafür heißt „Drink Mixes“ – von MNSTRY in unterschiedlichen Varianten angeboten, die auf eine mehr oder weniger schnelle Energiebereitstellung zugeschnitten sind. So bezieht Slow Carb Energie aus Isomaltulose, das eher langsam aufgenommen wird und damit optimal fürs Ausdauertraining ist. Fast Carb und Power Carb dagegen sind mit Maltodextrin auf einen hohen Energieumsatz abgestimmt.

Drink Mixes für Training und Wettkampf

Auch diese Produkte im Programm von MNSTRY zeichnen sich durch mäßige Süße und angenehmen Geschmack aus, doch bei der Flüssignahrung gibt es einiges zu beachten. Erst einmal ist Dosierung exakt nach Anleitung Pflicht, da man sonst nicht genau weiß, wie viel Kohlenhydrate man beim Trinken aufnimmt. Punkt zwei ist die Anpassung des Verdauungssystems an die energiereichen Mischungen – ein Prozess, für den man durchaus einige Wochen einplanen sollte. MNSTRY empfiehlt, mit der Hälfte der angegebenen Dosierung zu starten und sich langsam zu steigern.

Der Dosierlöffel schaufelt gut 20 Gramm Pulver ins Bidon – eine Menge, die für den Anfang reicht.

Gewöhnen muss man sich auch daran, dass das Feedback des Körpers fehlt, wie man es von fester Nahrung kennt – ein Feature, das durchaus beabsichtigt ist, da es die Athleten bei intensiver Anstrengung entlastet. Anfangs ist dies jedoch gewöhnungsbedürftig und kann zur „Überversorgung“ führen, wenn man nebenher feste Nahrung zu sich nimmt.

Ohnehin ist eine wichtige Frage, woran man eine erfolgreiche individuelle Ernährungsstrategie beim Radfahren erkennt. Fehler lassen sich schnell identifizieren: Wer eine halbe Stunde nach dem Start Hunger bekommt, hat vor der Fahrt nicht ausreichend gegessen. Wenn Leistung oder Tempo gegen Ende einer Tour in den Keller gehen, kann man ebenfalls von unzureichender Energiezufuhr ausgehen.

Gels sind gut verträglich und optimal für einen zusätzlichen Energieschub, etwa am letzten Berg der Einheit.

Andersherum ist die Abwesenheit solcher Pannen ein Zeichen für eine funktionierende Ernährung. Wer eine erwartbare Leistung dauerhaft halten kann, auch nach längerer Zeit Spitzenbelastungen verträgt und nicht mit absolutem Heißhunger ankommt, ist auf dem richtigen Weg. Schnellere Regeneration und eine verbesserte Fähigkeit, aufeinander folgende Aktivitätstage zu verdauen, sind ebenfalls positive Anzeichen. Und natürlich sprechen eine Steigerung der absoluten Leistungsfähigkeit oder ein sinkendes Belastungsgefühl bei gleicher Intensität dafür, dass die Verpflegung stimmt, wobei man dies natürlich auch auf einen verbesserten Trainingszustand zurückführen kann.

Die Produkte von MNSTRY lassen sich gut kombinieren, wobei man seinen individuellen Vorlieben nachgehen kann.

Und wie sieht es mit der Kombination der verschiedenen Produkte aus? Hier kommt es natürlich stark auf die persönlichen Vorlieben an. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, vor dem Start einen Porridge Bar zu verspeisen, der eine gute Grundlage für die bevorstehende Belastung darstellt. Unterwegs nimmt man in regelmäßigen Abständen einen Schluck aus dem Bidon, in dem je nach Intensität der Fahrt Slow Carb oder Fast Carb angemixt ist. Vor intensiven Belastungen kann man dann mit einem Gel zusätzliche Energie freimachen.

Die gute alte Banane darf natürlich auch noch mitspielen – und sei es nur, weil diese Geschmacksrichtung im Sortiment von MNSTRY fehlt. Mit ein paar Grundlagen, die auch die Homepage des Herstellers gut vermittelt, kann man einfach anfangen zu experimentieren. Die Chance, dass Form und Fahrspaß dauerhaft steigen, ist groß...

mnstry.com

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