Team Velolease - Rennbericht - 150 km

Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Von Stefan Eckardt

Foto zu dem Text "Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle"
Florian Christ im Ziel des 150-km-Rennens | Foto: Team Velolease

30.07.2026  |  Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am Ende sollten entweder Florian Christ oder Elias Jakobs ganz oben auf dem Podium stehen. Und unser Plan ging perfekt auf: Florian sicherte der orange-weißen Mannschaft den Gesamtsieg in der Königs-Disziplin über 150 km Kilo- und 3500 Höhenmeter. Dazu gewann das Team Velolease souverän die Mannschaftswertung und errang dazu drei Altersklassen-Siege.

Unser zwölfköpfiges Aufgebot begann offensiv. Bereits in der ersten Runde erhielten wir Unterstützung vom Team Sebamed, das am einzigen langen Anstieg, der Hohen Acht, ebenfalls an einem hohen Tempo interessiert war. Nach einer kurzen Verschnaufpause in Runde zwei setzten wir dann unseren Plan des Teams um.

Zunächst übernahm der bärenstarke Sebastian Stöhr in der Abfahrt und im ersten Drittel des Anstiegs die Tempo-Arbeit und selektierte das Feld eindrucksvoll. Dann verschärfte Daniel Haible das Tempo weiter. In den letzten drei Minuten des Anstiegs zog André Reinlein das Feld schließlich endgültig auseinander und reduzierte die Spitzengruppe auf nur noch 17 Fahrer. Die Gruppe der Sieg-Kandidaten war damit bereits deutlich reduziert.

Nach der Rennhälfte entschied sich André nach kurzer Absprache mit Florian Christ, an der Hohen Acht erneut alles zu geben. Mit einer weiteren Tempo-Verschärfung führte er die Gruppe in Höchstgeschwindigkeit Richtung Karussell - und verkleinerte die Spitze so auf nur noch neun Fahrer.

Drei Team Velolease Fahrer in der Spitzengruppe

Unser Ziel einer numerischen Überlegenheit war damit erreicht: Mit Christ, Jakobs und Quirin Raubinger stellte das Team Velolease gleich drei Fahrer in der Spitzengruppe, während die Konkurrenz meist nur mit einem oder zwei Fahrern vertreten war. André Reinlein musste seiner Arbeit anschließend Tribut zollen und fiel mit zwei Fahrern vom Team Strassacker in die erste Verfolgergruppe zurück.

Auch in der Folge blieb das Team in Weiß-Orange das aktivste. In Runde fünf übernahm Elias Jakobs die Führungsarbeit, ehe in der Schlussrunde "Bergfloh" Raubinger das Tempo erneut forcierte. Gemeinsam mit dem späteren Sieger und drei weiteren Fahrern setzte sich die Gruppe zunächst mit rund 25 Sekunden von den Verfolgern um Elias Jakobs ab. Kurz vor dem Finale wurden sie aber wieder gestellt.

Nun spielte das Team Velolease seine taktische Überlegenheit perfekt aus: Jakobs attackierte und zwang die Konkurrenz zur Nachführarbeit, während Quirin Raubinger mit hohem Tempo weitere Angriffe unterband.

Vom Hinterrad zum Sieg

Der Ziel-Sprint entwickelte sich schließlich zum Duell zwischen Florian Christ und den beiden Sebamed-Fahrern Flo Heidenwag und Tim Jäger. Clever positionierte sich Florian an den Hinterrädern und zog erst kurz vor der Ziellinie vorbei – ein beeindruckender Sieg in der "Grünen Hölle".

Elias Jakobs belohnte sich mit Platz fünf und krönte seine starke Leistung zudem mit dem Sieg in seiner Altersklasse. Quirin Raubinger fuhr als siebter über die Ziellinie. André Reinlein hatte sich aus der Nachführarbeit herausgehalten und fuhr mit Platz zehn ebenfalls in die Top Ten.

Ein nicht weniger starkes Rennen zeigten Maxime Hagendorf und "Comebacker" Philipp Stratmann. Maxime überzeugte mit Rang 13, während Philipp auf Platz 16 souverän seine Altersklasse gewann. In derselben Altersklasse erreichte ich (Stefan Eckardt) mit Rang drei ebenfalls einen Podest-Platz.

Daniel Haible und Sebastian Stöhr kamen nach toller Team-Arbeit noch mit den sehr guten Plätzen 17 und 24 ins Ziel. Younes Jäckel mit Platz 29, Ronny Stober auf Platz 32 und Manuel George auf Platz 60 vervollständigten das tolle Team-Ergebnis.

Nach dieser starken Mannschaftsleistung blickt das Team Velolease nun voller Zuversicht auf den kommenden Saison-Höhepunkt, den Ötztaler Radmarathon - um dort den nächsten großen Erfolg zu feiern...

Stefan Eckardt ist Team-Chef des Team Velolease.

Weitere Jedermann-Nachrichten

11.09.2026Team Strassacker: Gemeinsam zum Gesamtsieg

Nach dem harten Ötztaler Radmarathon stand für das Team Strassacker nur fünf Tage später die nächste Herausforderung auf dem Programm: Das Drei-Etappen-Rennen Riderman in Bad Dürrheim, schon sei

09.09.2026Sauerland-Rundfahrt: Starkes Heimspiel bei der Premiere

Elias Jakobs hat dem Team Velolease bei der Premiere der Sauerland-Rundfahrt einen Podiumsplatz beschert: Der Betzdorfer belegte nach 132 Kilometern und rund 2400 Höhenmetern den dritten Rang. Dahint

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine