Cervélo Soloist

Schneller Allrounder mit vielen Updates

13.07.2026  |  Anfang der 2000er Jahre vorgestellt, gilt das Cervélo Soloist als erste aerodynamisch optimierte Rennmaschine außerhalb von Zeitfahren und Triathlon. Was vor 20 Jahren exotisch war, ist heute natürlich längst Rennrad-Mainstream; die Speerspitze der Aerodynamik findet sich beim kanadischen Hersteller nun im S5. Diesem Rad, das mit extremen Formen polarisiert, stellte Cervélo vor drei Jahren eine Neuauflage des Soloist zur Seite – und das gibt es nun in einer nicht unbedingt sichtbar, aber dennoch deutlich modellgepflegten Variante.

Das neue Topmodell ist mit SRAM Red ausgestattet und wiegt laut Hersteller gerade mal 6,85 Kilo.

Was wurde am Cervélo Soloist MY 2027 verbessert? Optisch unterscheidet sich der neue Rahmen kaum vom Vorgänger; ein genauer Blick zeigt jedoch, dass Steuerkopf und Tretlagerbereich nun flächiger ausfallen. Auch die Sitzstreben wurden aerodynamisch optimiert. Fast nichts geändert hat sich bei der sehr sportlichen Geometrie, die im wesentlichen jener des Profi-Bikes S5 entspricht. Allerdings hat Cervélo das Verhältnis von Steifigkeit und „Compliance“ optimiert, um das Soloist komfortabler zu machen. Dazu ist die Reifenfreiheit von 34 auf 36 mm angewachsen, sodass nun auch die weit verbreiteten 35er Reifen passen. Damit sich diese nicht aufs Gesamtsystem auswirken, wurde das Tretlager um 2 mm abgesenkt.

Zu den deutlichsten Veränderungen am Rahmen gehören die flächigeren Formen im Steuerkopf- und Tretlagerbereich.

Überhaupt zeigen sich die größten Veränderungen, wenn man das neue Soloist als System betrachtet: Dann ergibt sich eine Gewichtsreduktion von knapp 270 Gramm gegenüber dem Vorgänger, außerdem ein um 8,6 Watt reduzierter Luftwiderstand. Den größten Anteil an beidem hat das neue HB18-Cockpit, das nun an allen Varianten des Soloist verbaut wird. Weitere 4,3 Watt bringen die aerodynamischen Trinkflaschen, die gleich mitgeliefert werden; ihre speziellen Halter nehmen auch normal runde Flaschen auf.

Der ikonische Name steht seit knapp 20 Jahren für Cervélos Firmenphilosophie, sich nach vorne abzusetzen, statt sich im Feld zu verstecken.

Die Kanadier haben die Neuauflage des Soloist dazu genutzt, im Modellprogramm aufzuräumen, und streichen die Varianten mit Shimano 105 und 105 Di2. Auf der anderen Seite gibt es nun ein neues Topmodell mit SRAM Red (10.999 Euro), dessen Gewicht Cervélo mit 6,85 Kilo angibt. Darunter liegen wie bisher zwei SRAM-Force-Bikes (2x12 und 1x13 XPLR) und eine Ausführung mit Shimano Ultegra, die jeweils mit 7.499 Euro gehandelt werden und damit um 300 Euro im Preis gestiegen sind. Darunter rangiert ein Modell mit SRAM Rival, das mit 5.999 Euro satte 500 Euro weniger kostet als sein Vorläufer und in Sachen Preis-Leistung das interessanteste Soloist darstellt. Alle Ausführungen sind wie bisher mit Reserve-Carbonlaufrädern und Powermetern ausgestattet. Dazu gibt es ein Rahmenset, das mit 3.799 Euro 500 Euro mehr kostet als der Vorgänger.

Die straffe, vortriebsstarke Rennmaschine ist perfekt für alle, die ambitioniert Rad fahren wollen.

Umsonst dazu gibt es einen Service, um den die Fahrer/innen anderer Road-Aero-Bikes die Cervélo-Fans beneiden werden: Bis zu 60 Tage nach dem Kauf kann man über den Cervélo-Händler ein Cockpit mit anderen Abmessungen zum Tausch bestellen. Dieser muss allerdings vom Fachbetrieb durchgeführt werden und wird nicht von Cervélo bezahlt. Ein weiteres Argument für das vortriebsstarke, straffe und durch und durch schnelle Allround-Modell von Cervélo ist der Cockpit-Service trotzdem.

Das SRAM-Rival-Modell wurde mit Aero-Cockpit aufgewertet, aber dennoch deutlich im Preis reduziert.

www.cervelo.com

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