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30.07.2026 | Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am Ende sollten entweder Florian Christ oder Elias Jakobs ganz oben auf dem Podium stehen. Und unser Plan ging perfekt auf: Florian sicherte der orange-weißen Mannschaft den Gesamtsieg in der Königs-Disziplin über 150 km Kilo- und 3500 Höhenmeter. Dazu gewann das Team Velolease souverän die Mannschaftswertung und errang dazu drei Altersklassen-Siege.
Unser zwölfköpfiges Aufgebot begann offensiv. Bereits in der ersten Runde erhielten wir Unterstützung vom Team Sebamed, das am einzigen langen Anstieg, der Hohen Acht, ebenfalls an einem hohen Tempo interessiert war. Nach einer kurzen Verschnaufpause in Runde zwei setzten wir dann unseren Plan des Teams um.
Zunächst übernahm der bärenstarke Sebastian Stöhr in der Abfahrt und im ersten Drittel des Anstiegs die Tempo-Arbeit und selektierte das Feld eindrucksvoll. Dann verschärfte Daniel Haible das Tempo weiter. In den letzten drei Minuten des Anstiegs zog André Reinlein das Feld schließlich endgültig auseinander und reduzierte die Spitzengruppe auf nur noch 17 Fahrer. Die Gruppe der Sieg-Kandidaten war damit bereits deutlich reduziert.
Nach der Rennhälfte entschied sich André nach kurzer Absprache mit Florian Christ, an der Hohen Acht erneut alles zu geben. Mit einer weiteren Tempo-Verschärfung führte er die Gruppe in Höchstgeschwindigkeit Richtung Karussell - und verkleinerte die Spitze so auf nur noch neun Fahrer.
Drei Team Velolease Fahrer in der Spitzengruppe
Unser Ziel einer numerischen Überlegenheit war damit erreicht: Mit Christ, Jakobs und Quirin Raubinger stellte das Team Velolease gleich drei Fahrer in der Spitzengruppe, während die Konkurrenz meist nur mit einem oder zwei Fahrern vertreten war. André Reinlein musste seiner Arbeit anschließend Tribut zollen und fiel mit zwei Fahrern vom Team Strassacker in die erste Verfolgergruppe zurück.
Auch in der Folge blieb das Team in Weiß-Orange das aktivste. In Runde fünf übernahm Elias Jakobs die Führungsarbeit, ehe in der Schlussrunde "Bergfloh" Raubinger das Tempo erneut forcierte. Gemeinsam mit dem späteren Sieger und drei weiteren Fahrern setzte sich die Gruppe zunächst mit rund 25 Sekunden von den Verfolgern um Elias Jakobs ab. Kurz vor dem Finale wurden sie aber wieder gestellt.
Nun spielte das Team Velolease seine taktische Überlegenheit perfekt aus: Jakobs attackierte und zwang die Konkurrenz zur Nachführarbeit, während Quirin Raubinger mit hohem Tempo weitere Angriffe unterband.
Vom Hinterrad zum Sieg
Der Ziel-Sprint entwickelte sich schließlich zum Duell zwischen Florian Christ und den beiden Sebamed-Fahrern Flo Heidenwag und Tim Jäger. Clever positionierte sich Florian an den Hinterrädern und zog erst kurz vor der Ziellinie vorbei – ein beeindruckender Sieg in der "Grünen Hölle".
Elias Jakobs belohnte sich mit Platz fünf und krönte seine starke Leistung zudem mit dem Sieg in seiner Altersklasse. Quirin Raubinger fuhr als siebter über die Ziellinie. André Reinlein hatte sich aus der Nachführarbeit herausgehalten und fuhr mit Platz zehn ebenfalls in die Top Ten.
Ein nicht weniger starkes Rennen zeigten Maxime Hagendorf und "Comebacker" Philipp Stratmann. Maxime überzeugte mit Rang 13, während Philipp auf Platz 16 souverän seine Altersklasse gewann. In derselben Altersklasse erreichte ich (Stefan Eckardt) mit Rang drei ebenfalls einen Podest-Platz.
Daniel Haible und Sebastian Stöhr kamen nach toller Team-Arbeit noch mit den sehr guten Plätzen 17 und 24 ins Ziel. Younes Jäckel mit Platz 29, Ronny Stober auf Platz 32 und Manuel George auf Platz 60 vervollständigten das tolle Team-Ergebnis.
Nach dieser starken Mannschaftsleistung blickt das Team Velolease nun voller Zuversicht auf den kommenden Saison-Höhepunkt, den Ötztaler Radmarathon - um dort den nächsten großen Erfolg zu feiern...
Stefan Eckardt ist Team-Chef des Team Velolease.
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