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17.09.2026 | Nach fünf Rennen schon Publikumsliebling: Das schwäbische BrezelRace zog am vergangenen Sonntag knapp 3000 Starter an. Es ging über Klassiker-Terrain, durch die Hügel nördlich von Stuttgart, mit einer Distanz von 100 Kilometern und rund 1400 Höhenmetern. Ganz besonders motiviert aufgrund der geografischen Nähe zum Haupt-Sponsor Strassacker war die Equipe in Celeste aus dem nahen Süßen.
Mit fast voller Mannschaftsstärke gingen wir beim Heimrennen an den Start. Bei unserem Debüt im Vorjahr stand nur ein fünfter Rang von Nils Kessler auf der Haben-Seite - in diesem Jahr sollte ein bisschen mehr herausspringen...
Vom Start weg schlugen Nils, Bene Fundel, Joscha Weber und ich ein hohes Tempo an und führten das Feld vom Startort Tamm aus auf die zweimal zu absolvierende Schleife von 45 Kilometern. Lange Berge suchte man vergeblich. Allerdings hatte die Strecke praktisch keinen flachen Meter: ein Klassiker-Profil, wie gemacht für eine offensive Fahrweise.
Gesagt, getan: Schon nach 15 Kilometern zogen wir das Feld am ersten längeren Anstieg in die Länge, Florian Sauer erhöhte auf der Kuppe nochmals das Tempo und nach einer kurzen Zwischenabfahrt mit scharfer Kurve lancierte Moritz Palm in den Gegenanstieg hinein die erste Attacke des Tages. Ich sprang genau wie Marvin Schmid an sein Hinterrad und in absolutem Mordstempo absolvierten wir die nächsten zehn Minuten.
Sofort hatte sich eine kleine Lücke aufgetan, die vor allem Yannick Ruschmeier (Fastlane Collective) verzweifelt zu schließen versuchte. Wir drei vorne ließen aber nicht locker und konnten zügig ein Loch von rund 30 Sekunden herausarbeiten. Weil in der verbliebenen Verfolgergruppe außer Yannick niemand so richtig hinterherfahren wollte oder konnte, bauten wir unseren Vorsprung sukzessive aus.
Unser Abstand wuchs auf rund zwei Minuten an. Früh zeichnete sich ab, dass schon unsere erste Attacke die siegbringende gewesen sein dürfte. Trotz des scheinbar komfortablen Polsters fuhren wir vorne weiter zügig, weniger als 400 Watt stand in der Führung selten auf dem Tacho. In der Verfolgergruppe konnte sich am letzten schwereren Anstieg des Tages eine Gruppe lösen, in der neben Nils Weisser und Yannick Ruschmeier mit unserem Nils und Flo zwei Fahrer aus unserem Team saßen.
Erstmals schmolz unser Vorsprung an der Spitze. Als wir aber auch an der letzten Welle drei Kilometer vor dem Ziel hinter uns niemanden sahen, konnten wir drei in Front den Sieg in vollen Zügen genießen. Es blieb noch genug Zeit, um einen Sieger auszuknobeln, die Trikots zu schließen und ein wenig Luft zu holen, ehe wir mit Marvin an der Spitze über die Linie fuhren und das komplette Podium in Celeste erstrahlen lassen konnten.
Wie sich später herausstellte, hätten wir mit den Feierlichkeiten nicht viel früher beginnen dürfen, denn schon 14 Sekunden hinter uns erreichte Yannick Ruschmeier als Vierter das Ziel. Mit Flo, Nils, Marc Hepperle, Dennis Höllige und Bene konnte sich fast der ganze Rest der Mannschaft und damit insgesamt acht Strassacker-Fahrer in den Top Ten platzieren.
Damit endet eine für das Team Strassacker mal wieder sehr erfolgreiche Saison, in der wir so gut wie alle Ziele erreicht haben. Wir freuen uns schon darauf, in der kommenden Saison wieder anzugreifen und uns an den bekannten, aber auch neuen Herausforderungen zu versuchen.
Jetzt heißt es aber erstmal, die letzten sommerlichen Tage des Jahres auf und abseits des Rads zu genießen und ganz ohne Rennen vor der Brust einfach nur Freude am Radfahren zu haben. Bis nächstes Jahr!
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