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14.09.2026 | (rsn) - “Um ehrlich zu sein, fühle ich mich nicht so gut, wie ich gehofft hatte”, gab Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) vor dem Start zum GP de Montréal (1.UWT) gegenüber Wielerflits zu Protokoll. Zwei Tage vorher hatte er mit Platz 55 beim GP de Quebec (1.UWT) eine enttäuschende Leistung abgeliefert. Rund sechs Stunden später hatte er die WM-Generalprobe in Montréal überzeugend gewonnen. Dabei waren die großen Favoriten auf das Regenbogentrikot mit Ausnahme des Belgiers Wout van Aert und des Niederländers Mathieu van der Poel dabei.
So schnell können sich die Dinge also umkehren, könnte man meinen. Doch der Mexikanische Meister übte sich nicht in Euphorie. “In zwei Wochen kann sich viel ändern. Man kann krank werden oder sich während des Rennens plötzlich nicht top fühlen“, meinte er mit Blick auf die WM. Und dann ist da auch noch der Faktor Pech, der im Radsport immer eine Rolle spielen kann. Sollte bei Del Toro das Material versagen, kann er im Gegensatz zu den anderen Stars nicht auf ein Teamzurückgreifen, dass ihn wieder ans Feld heranfährt.
Eder Frayre (L39ION of Los Angeles), Edgar David Cadena (Storck – MRW Bau), Ulises Alfredo Castillo (Olinka Project) sowie die Klubfahrer José Antonio Escarcega und Carlos Alfonso García sollen den Weltranglistenvierten in Kanada unterstützen. Eine Mannschaft die in der Breite – mit Verlaub – kaum wird mithalten können, wenn es in Richtung Finale geht.
Dem widersprach Del Toro selbst nicht. “Auch wenn ich nicht über eine der stärksten Nationalmannschaften verfüge, kann ich konkurrenzfähig sein und selbst Situationen initiieren“, gab er sich trotzdem kämpferisch. “Wenn ich mich in eine gute Position bringen und meine Karten richtig ausspielen kann, werde ich das nutzen, um das Rennen zu prägen“, kündigte er an.
In die beziehungsweise sogar eine Favoritenrolle wollte er sich trotzdem nicht drängen lassen. “Ich würde nicht behaupten, dass ich zu den Favoriten zähle. Es bleibt Radsport“, sagte er etwas kryptisch. “Aber natürlich sind wir hier, um unser Bestes zu geben. Bei einer Weltmeisterschaft gelten ganz andere Gesetze als bei anderen Rennen“, fügte er an. Und so schloss er mit einem Plan ab, der wiederum sehr an ein Erfolgsrezept bei allen Radrennen sowie Sport im Allgemeinen erinnert: “Pech vermeiden, gesund bleiben und auf das Beste hoffen. Dann werden wir in zwei Wochen sehen, wo wir stehen.“
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