Tips von Oli Beckingsale, Cyclocross-Experte und Crosscountry-Legende

Endura: Das Cyclocross-Einmaleins

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| Foto: Endura

27.11.2015  |  Draußen ist es matschig und kalt - endlich Cyclocross-Saison! Hier bei Endura in Schottland haben wir eine wilde Mischung an Cross-Fahrern: von knallharten, superfitten Enthusiasten, die jedes Wochenende Rennen im ganzen Land mitfahren, bis hin zu Neulingen, die das ganze eher entspannt angehen, und mit ihrem Cross-Rad auf dem Glasgow-Edinburgh-Kanal-Radweg und auf Waldwegen unterwegs sind.

Mittagspausen-Gespräche drehen sich häufig um
das letzte Rennen - und die nassen, stürmischen, und in jedem Fall sehr matschigen Bedingungen. Wie immer, wenn Rad-Fanatiker esich treffen, geht es auch um die neuesten Räder, das beste Zubehör und die angesagte Bikewear.

Für Cross-Einsteiger dieser "Herbst-Winter-Disziplin" des Radsports stellt sich nicht nur die Frage, welches Rad man braucht, und welche Techniken man beherrschen sollte, sondern auch ganz einfach: Was ziehe ich zum Crossen an?

Wir haben uns darüber mit Oli Beckingsale unterhalten,
Sieger sowohl der "British Cycling National Cross Country"-Serie, und der "National Trophy Cyclocross"-Serie in der vergangenen Saison.

Oli fährt seit vielen Jahren in Bekleidung von Endura Rennen, und er kennt die Kollektion wie seine Trikottasche: Er hat Enduras Bikewear nicht nur unter härtesten Bedingungen geprüft, sondern war auch an der Entwicklung der "MTR"-Kollektion beteiligt. Kurz und gut, er ist der Mann für alle Fragen bezüglich Cross- und Cross-Country-Bekleidung.

Da die Cyclocross-Saison von Oktober bis Januar läuft, hat man in dieser Zeit naturgemäß große Temperatur- und Wetter-Schwankungen. Die von Oli hier vorgestellte Ausstattung ist perfekt geeignet für einen durchschnittlichen, kühlen Renntag bei sechs bis acht Grad Celcius.

Vor dem Rennen: die Strecke austesten
Vor einem Cross-Rennen macht man sich mit der Strecke vertraut. Oli Beckingsales Tip: "Meiner Erfahrung nach gibt es zwischen dem Üben auf der Strecke und dem eigentlichen Aufwärmen fürs Rennen immer eine Zeit zu überbrücken, in dem man sich ausruhen und eine Kleinigkeit essen kann."

Oli weiter: “Die Strecke testet man am besten in voller Trainingsbekleidung. Anschließend zieht man sich komplett um, bevor man sich in der Renn-Kleidung aufwärmt, da man in der Kälte wirklich nicht bis zu einer Stunde lang in verschwitzten Klamotten rumsitzen will.”

Fürs Austesten der Strecke zieht Oli
die Endura-Hose "Windchill Bib long" mit winddichten Einsätzen an der Vorderseite an, um seine Muskeln warmzuhalten, da er zu diesem Zeitpunkt nicht viel Energie einsetzen wird, sondern nur seine Linien und die Strecke auslotet.

Unter dem wärmenden "Roubaix Jacket" trägt Oli das schnell die Feuchtigkeit ableitende Unterhemd "Fishnet Baselayer". Warum? "Es ist wirklich wichtig, Schweiß schnell von der Haut abzutransportieren. Denn auch wenn ich jetzt noch nicht hart arbeite, ins Schwitzen komme ich beim Kurs auschecken trotzdem."

Und Oli hat immer eine leichte, wasserdichte
"MTR Emergency Shell"-Jacke dabei, die nicht nur vor Regen schützt, sondern auch dem Wind den Biß nimmt. “Kommen wir zum Kopf”, fährt Oli fort: “Du hast einen Helm auf, aber auch etwas darunter, normalerweise eine Kappe. Falls es aber kälter ist, trage ich etwas wärmeres unter dem Helm, etwa eine Thermolite-Helmmütze."

Oli nimmt normalerweise immer eine Auswahl an verschiedenen Handschuhen mit zu einem Rennen, von den "Windchill"-Handschuhen zum Üben auf der Strecke bei durchschnittlichen Bedingungen, über die "FS260-Pro Nemo"- Neopren-Handschuhe für regnerische, kalte Tage, bis zu den "MTR Gloves", die beim Renneinsatz das gewisse Extra an Schutz bieten.

"Zwei paar Schuhe sind immer eine gute Idee",
so Oli weiter: "Eins zum Strecke auschecken, eins fürs Rennen. Und wenn das Wetter wirklich schlecht ist, halten Neopren-Überschuhe die Füße warm, während man den Parcours austestet."

Eine Fahrrad-Brille schützt die Augen vor Matsch, Regen und Zugluft, bei der Rennvorbereitung wie während dem Rennen. Die "Guppy"-Brille mit ihrem 3er-Set an hochauflösenden, wasserabweisenden Polykarbonat-Gläsern mit Antibeschlag-Beschichtung ist speziell für schlechte, nasse, matschige Bedingungen entwickelt worden. Die klaren Gläser sind mit einer super-hyprophoben Beschichtung versehen, um Wasser effektiv abzuweisen - ideal für Cyclocross.

Das Aufwärm-Outfit
“Du solltest ein paar Sachen dabei haben, die du zum Aufwärmen trägst, und dann an der Startlinie ablegst”, meint Oli. Die wichtigsten Dinge sind  eine Jacke und Beinlinge, die du schnell abstreifen kannst. Die Endura "Thermolite Full Zip"-Beinlinge sind mit einem durchgängigen Reißverschluß ausgestattet, so dass man sie im Handumdrehen ausziehen, und dabei die Schuhe anbehalten kann. Das Aufwärmen findet in der Regel auf einem Trainer statt. Falls nicht, so füge dem Warm-up-Outfit einen Helm zu.

Das Renn-Outfit
“Cyclocross ist ziemlich intensiv”, erklärt Oli, “also wirst du schwitzen. Auch wenn es eiskalt ist: Du wirst trotzdem hart arbeiten, und du bist für 45 bis 60 Minuten draußen.“ Daher besteht Olis Renn-Outfit aus Baselayer, Trikot, Radhose, und eventuell Armlingen an besonders kalten Tagen.

In Sachen Handschuhen rät Oli: "Die variieren stark in Abhängigkeit von der Temperatur. An einem warmen Tag können fingerlose Handschuhe ausreichen, an kühleren Tagen  ist ein Vollfinger-Handschuh wie der "MTR Glove" eine gute Wahl.

Oli selbst bevorzugt MTB-Handschuhe, aufgrund des Schutzes, den sie bieten, aber auch, weil sie ein „off-roadie“-Gefühl vermitteln. Für kältere Bedingungen empfiehlt er die "Windchill"-Handschuhe, und an richtig frostigen, nassen Tagen „muss es einfach Neopren sein!“

Das Podium-Outfit
Sobald man die Ziellinie überquert hat, sollte man die Jacke und Armlinge wieder anziehen, die man an der Startlinie abgelegt hat - um Erkältungen vorzubeugen, und eine schnelle Regeneration zu begünstigen.

Oli sagt: “Nach dem Rennen ist es am Wichtigsten, dass du etwas überziehst, weil du sehr schnell frieren wirst. Am schnellsten kühlt man über den Kopf aus. Also setze eine Mütze auf, zieh Dir was Warmes an, und dann ab aufs Podium!”

Oli Beckingsale
Nach 16 Jahren als Profi-Radsportler hat sich Oli Beckingsale 2013 zurückgezogen. Seine Karriere-Höhepunkte waren drei Olympische Spiele, eine Silber-Medaille bei den Commonwealth Games, fünf "National Senior Champ"-Titel, und zwei Top ten "World Champ"-Platzierungen.
Heute konzentriert sich Oli auf sein Rad-Geschäft "BW Cycling" in Bristol
(bwcycling.co.uk), wo er auch andere Radsportler trainiert.

 
Weitere Informationen

Endura Ltd.
3 Starlaw Park
Livingston,
West Lothian, EH54 8SF
United Kingdom

Fon:
Fax:

E-Mail: info@endurasport.com
Internet: http://www.endurasport.com/

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