Vorschau 5. RideLondon Classic

Froome ist der Top-Star, die Top-Favoriten sind andere

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Chris Froome (Sky) steht vor seinem dritten Gesamtsieg bei der Tour de France. | Foto: Cor Vos

30.07.2016  |  (rsn) – Keinen Geringeren als Tour-de-France Gewinner Chris Froome können die Organisatoren der RideLondon Classic (1.HC) am Sonntag als großen Publikumsmagneten präsentieren. Der Brite gibt sein Debüt bei dem Eintagesrennen, das in seiner 5. Auflage über 202,3 Kilometer durch die britische Hauptstadt und die umliegende Grafschaft Surrey führt.

Froome mag der Top-Star im 25 Teams – davon sieben aus der WorldTour und acht aus der zweiten Liga - umfassenden Feld sein, zu den Top-Favoriten zählt der dreimalige Tour-Champion allerdings nicht. Zu diesem Kreis gehören vielmehr die Sprinter, auch wenn bei den bisherigen vier Austragungen erst eine mit einem Massensprint endete - die letzten beiden Jahre etwa kam der Sieger aus einer Ausreißergruppe.

Die Strecke: Für die Selektionen im Feld sorgen in erster Linie die fünf kategorisierten Anstiege, darunter der Box Hill, bekannt aus dem Olympischen Straßenrennen von 2012, mit dem gut 50 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Phase eingeläutet wird. Auf den letzten Kilometern bieten diverse Hügel zudem weitere Möglichkeiten zur Attacke, um einem Massensprint auf der Mall, Londons berühmter Prachtstraße, aus dem Weg zu gehen.

Die Favoriten: Einen ausgemachten Favoriten für den Fall eines Massensprints gibt es nicht. Sieg-Kandidaten wären sicherlich Jurgen Roelandts (Lotto Soudal),  Danny van Poppel und Ben Swift (beide Sky), Tom Boonen (Etixx-Quick-Step), Wouter Wippert (Cannondale-Drapac), Michal Matthews (Orica-BikeExchange) oder auch Mark Renshaw (Dimension Data).

Titelverteidiger Jempy Drucker und sein BMC-Team werden dagegen alles tun, um eine möglichst große Selektion herbeizuführen. Im vergangenen Jahr gelang das, der Luxemburger siegte im Sprint einer fünfköpfigen Gruppe. Für einen erfolgreichen Ausreißversuch gut sind auch Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step), Stephen Cummings (Dimension Data), Pieter Weening (Roompot) oder der Britische Meister Adam Blythe (Nationalteam), London-Sieger von 2014.

Sein Landsmann Froome übrigens wird den Auftritt in der Heimat dazu nutzen, noch ein paar Renn-Kilometer für das Olympische Straßenrennen in Rio zu sammeln. Heute in einer Woche nämlich wird der 31-Jährige versuchen, sein Gelbes Trikot quasi zu vergolden.

Die Startliste

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