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24.09.2016 | (rsn) – Nach dem gestrigen Teamzeitfahren der Eneco Tour hat sich Tony Martin (Etixx-Quick-Step) auf Rang drei der Gesamtwertung verbessert. Auch wenn es ihm angesichts 24 Sekunden Rückstand nicht leicht fallen dürfte, auf den letzten beiden Etappen den Australier Rohan Dennis (BMC) noch von der Spitzenposition zu verdrängen und seinen zweiten Gesamtsieg nach 2010 einzufahren, so kann der 31-jährige Deutsche aus mehreren Gründen mit dem zweiten Platz von Sittard-Geleen zufrieden sein.
"Obwohl wir das Mannschaftszeitfahren gestern mit sechs Sekunden verloren haben, gehen wir mit Blick auf die WM mit viel Selbstbewusstsein aus diesem Rennen. Es war ein sehr harmonischer Auftritt und gegen BMC zu verlieren ist keine Schande. Sie standen mit dem WM-Aufgebot am Start“, schrieb Martin in einem Beitrag auf seiner Homepage.
Möglicherweise war der Verlust von Tom Boonen ausschlaggebend, der nach einem Sturz am Donnerstag das Rennen aufgeben musste. "Auf so eine lange Distanz merkt man das natürlich, vor allem bei einem so guten Mannschaftszeitfahrer wie Tom, der viel Tempohärte hat“, betonte der dreimalige Zeitfahrweltmeister. Auch seine eigene Verfassung stimmte Martin zuversichtlich, zumal die Umstellung auf seine alte Zeitfahrposition gelang, nachdem er im Verlauf dieser Saison mit der veränderten Sitzhaltung keine sonderlich guten Erfahrungen gemacht hatte.
Er fühle sich nun wieder sehr wohl, merkte Martin dazu an und freute sich auch über das "Feedback von meinen Teamkollegen. Es tat ihnen angeblich sehr weh, wenn ich in der Führung war. Sehr gut! Immer ein gutes Zeichen, wenn die Jungs am Hinterrad richtig leiden“, fügte er schmunzelnd an.
Positiv beurteilte Martin auch seine ansteigende Form bei der Eneco Tour, die für das Schlusswochenende hoffen lässt. "Die ersten beiden Tage hier bei der Eneco liefen noch nicht so gut. Ich hatte eine Woche komplett rausgenommen und dann braucht es bei mir immer eine Weile, bis der Motor wieder richtig anspringt. Jetzt läuft er aber.“
Vielleicht läuft er sogar so gut, dass es noch zu einem erfolgreichen Angriff auf das Führungstrikot reicht. “Ich bin jetzt Dritter in der Gesamtwertung und optimistisch für die letzten beiden Tage. Alles ist noch möglich“, schloss Martin.
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