Wird der Tour-Sieger von 2012 vorgeladen?

Britisches Parlament hat Fragen zur Medikamentenlieferung an Wiggins

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Bradley Wiggins | Foto: Cor Vos

28.10.2016  |  (rsn) – Nun interessiert sich auch das britische Parlament für den Inhalt der ominösen Medikamentenlieferung, die Bradley Wiggins beim Critérium du Dauphiné 2011 von einem Betreuer von British Cycling erhalten hat. Wie die Tageszeitung The Telegraph schrieb, habe der Abgeordnete Damian Collins in seiner Funktion als Vorsitzender des Kultur-, Medien- und Sportausschusses des Unterhauses den Britischen Radsportverband darüber unterrichtet, dass man Fragen zu dem „mysteriösen Paket mit Medikamenten“ habe.

Der Telegraph vermutete, dass sich der Ausschuss bei seinem voraussichtlich nächstem Treffen Ende November mit dem Thema befassen und dazu Wiggins, Simon Cope, den Überbringer des Pakets, den Physiotherapeuten Phil Burt und Sky-Teamarzt Richard Freeman vorladen könnte.

Der 36-jährige Wiggins steht schon seit Wochen in der Kritik wegen mehrerer zweifelhafter Medizinischer Ausnahmegenehmigungen (TUE), die er sich über Jahre hin angeblich zur Behandlung von Asthma hatte ausstellen lassen. Zu den neuerlichen Vorwürfen hat sich der Tour-Sieger von 2012 bisher noch geäußert. Auch Sky-Teamchef Dave Brailsford weigert sich bisher zu sagen, was sich in dem Paket, das am 12. Juni auf Verlangen von Freeman von Manchester nach Genf gebracht worden war, befunden hat.

Derzeit ermittelt die Britische Anti-Doping-Agentur UKAD in dem Fall.

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