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05.02.2017 | (rsn) - Damien Howson (Orica-Scott) hat sich auch am Schlusstag der 64. Jayco Herald Sun Tour allen Angriffen erwehren können und so den Gesamtsieg bei der fünftägigen Rundfahrt im australischen Bundesstaat Victoria geholt. Der Australier, der im Vorjahr bereits Gesamtdritter gewesen war, erreiche auf der 121 Kilometer langen Schlussetappe rund um Kingslake das Ziel in der Favoritengruppe 17 Sekunden nach Tagessieger Ian Stannard (Sky) und behauptete so seine Gesamtführung von 38 Sekundenauf seinen Landsmann Jai Hindley (Nationalteam) und 53 Sekunden auf den Franzosen Kenny Elissonde (Sky).
"Es ist eine große Erleichterung", freute sich Howson nach getaner Arbeit an einem harten Tag im Sattel. "Es war eine tolle Woche, und sie so zu Ende zu bringen - ich könnte glücklicher nicht sein. Es ist eine große Ehre, mich hier in die Siegerliste zu so großen Namen eintragen zu dürfen." Im vergangenen Jahr hatte Chris Froome die Rundfahrt gewonnen, der diesmal trotz zahlreicher Attacken auch noch am Schlusstag nicht über Rang sechs hinauskam. Außerdem stehen auch Bradley Wiggins und Simon Gerrans bereits in der Siegerliste der Rundfahrt.
Das letzte Teilstück der Herald Sun Tour 2017 war noch einmal stark profiliert und wartete außerdem, anders als an den Vortagen, mit Regen und Wind auf die Fahrer. Doch Howson und sein Orica-Scott-Team ließen sich davon genauso wenig beeindrucken wie von der offensiven Fahrweise ihrer Haupt-Konkurrenten aus dem Sky-Lager. Die britische Mannschaft schickte Stannard in eine frühe, 18 Mann starke Ausreißergruppe, und der 29-Jährige sicherte Sky letztlich auch den dritten Tagessieg der Rundfahrt. Doch im Feld und bei den Favoriten ging es gerade auf der letzten der vier 31 Kilometer langen Runden hoch her.
Vorjahressieger Froome, aber auch Elissonde und Luke Rowe sowie Sebastian Henao attackierten allesamt, um Howsons Gelbes Trikot noch in Gefahr zu bringen. Doch keiner von ihnen konnte sich entscheidend absetzen. Sie alle kamen gemeinsam 17 Sekunden nach Stannard ins Ziel, beziehungsweise: an die 3.000-Meter-Marke. Denn wegen ausgelaufenem Öl auf den letzten drei Kilometern wurden diese für das Gesamtklassement neutralisiert, um Stürze zu vermeiden.
Einzig der Etappensieg wurde hier noch mit "scharfen Waffen" ausgefochten. Und Stannard attackierte seine Begleiter aus der einst 18-köpfigen Spitzengruppe, die unter der Tempo-Kontrolle von Orica-Scott im Hauptfeld bis zu vier Minuten Vorsprung herausgefahren hatte, im letzten Anstieg. Er setzte sich zunächst alleine ab, wurde dann aber wieder eingeholt und rettete sich schließlich mit weniger als einer Radlänge Vorsprung als Sieger über den Zielstrich.
"Ich habe mich zu Beginn nicht so toll gefühlt, aber hinten raus wurde es besser", sagte Stannard im Ziel nach dem dritten Tageserfolg seines Teams bei der fünftägigen Rundfahrt. "Wir sind hergekommen, um Spaß und ein paar gute Renntage zu haben. Das hat ganz gut geklappt." Während Howson und Orica-Scott also den Gesamtsieg bejubelten, musste auch das Team Sky in Australien keine Wunden lecken, sondern freute sich über drei Etappensiege sowie Gesamtrang drei von Elissonde.
Tageswertung:
1. Ian Stannard (Sky)
2. Aaron Gate (Aqua Blue Sport) s.t.
3. Taco van der Hoorn (Roompot - Nederlandse Loterij)
4. Benjamin Hill (Attaque Team Gusto)
5. Robbie Hucker (IsoWhey)
6. Alistair Slater (JLT Condor)
7. Jason Christie (Nationalteam Neuseeland)
8. Daniel Fitter (NSW Institute of Sport)
9. Cyrus Monk (Drapac)
10.Travis McCabe (UnitedHealthcare)
Gesamtwertung:
1. Damien Howson (Orica-Scott) 4:36:32 Stunden
2. Jai Hindley (Korda Mentha Real Estate) + 0:38
3. Kenny Elissonde (Sky) + 0:53
4. Cameron Meyer (Korda Mentha Real Estate) 1:08
5. Michael Storer (Korda Mentha Real Estate) + 1:10
6. Chris Froome (Sky) +1:12
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