Per Fluchtgruppe ins Weiß-Schwarze Leibchen

Ackermann holt sich trotz schlechtem Tag sein erstes Sondertrikot

Von Felix Mattis

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Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) bei der Siegerehrung der 3. Etappe der Katalonien-Rundfahrt in La Molina. | Foto: BORA-hansgrohe / Stiehl Photography

22.03.2017  |  (rsn) - Pascal Ackermann hat an seinem neunten Renntag als Profi von Bora-hansgrohe erstmals das Podium betreten - und das gleich bei einem WorldTour-Rennen. Der 23-Jährige beendete die 3. Etappe der 97. Katalonien-Rundfahrt bei der Bergankunft von La Molina zwar erst 24:44 Minuten nach Tagessieger Alejandro Valverde im Gruppetto als 171., hatte sich zuvor aber beide Zwischensprints des Tages gesichert und wurde dafür mit dem Weiß-Schwarzen Sprintertrikot geehrt.

"Das fühlt sich richtig toll an - meine erste Podium-Erfahrung hier in der WorldTour", freute sich der U23-Vize-Weltmeister unweit seiner Wahlheimat - Ackermann wohnt seit diesem Jahr in den Wintermonaten in Girona.

Nach einer turbulenten Anfangsphase schaffte er nach rund 60 Kilometern, kurz vor dem ersten Zwischensprint, den Sprung in die vierköpfige Ausreißergruppe des Tages. Dort hielt er bis zum zweiten Zwischensprint bei Kilometer 110 mit, sicherte sich nach der ersten auch die zweite Sprintwertung und musste seine kletterstarken Begleiter um den Eritreer Natnael Berhane dann aber im anschließenden Anstieg der 1. Kategorie zum Alt de Toses ziehen lassen.

"Es war meine erste richtig lange Fluchtgruppe, in der ich je war", erzählte Ackermann anschließend und gab zu: "Ich habe mich heute nicht gut gefühlt, wollte aber meine Teamkollegen unterstützen. Als Quick-Step Floors dann attackierte, war ich am Hinterrad und ging mit." Durch den Sprung in die Gruppe sorgte Ackermann dafür, dass sich der Rest des Bora-Teams im Hauptfeld aus der Nachführarbeit heraushalten und voll auf das Beschützen von Rafal Majka konzentrieren konnte.

Ackermann hingegen litt an der Spitze, denn der Weg zum zweiten Zwischensprint führte schon weitgehend bergauf. "Ich wollte mir die Sprintwertung einfach holen. Aber es war nicht so leicht, weil ich mich den ganzen Tag wirklich nicht gut gefühlt habe", so der 23-Jährige.

Auf der morgigen 4. Etappe von Llivia nach Igualada wird Ackermann gleich zu Beginn in den ersten Reihen fahren müssen, um sein mühsam errungenes Trikot zu verteidigen. Denn schon nach weniger als fünf abfallenden Kilometern wartet der erste Zwischensprint. Fährt Ackermann dort erneut als Erster über die Linie, kann er auch am Freitag Weiß-Schwarz tragen. Der zweite Zwischensprint der 4. Etappe aber dürfte bei Kilometer 157 nach den ersten beiden von drei Anstiegen allerdings schwer zu erreichen sein.

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