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29.03.2017 | (rsn) - Nach einem perfekten Saisonbeginn mit Etappensiegen beim Etoile des Bessèges und der Tour of Oman wartet Alexander Kristoff seit nunmehr fünf Wochen auf ein Erfolgserlebnis. Der Kapitän des Katusha-Alpecin-Teams hatte nach den jüngsten Enttäuschungen beim E3 Harelbeke und Gent-Wevelgem seine Hoffnungen in den Auftakt der Drei Tage von De Panne gesetzt.
Doch auch auf der gestrigen 1. Etappe der Generalprobe zur Flandern-Rundfahrt lief es nicht rund - und diesmal waren weder ein Sturz noch ein Defekt ausschlaggebend, sondern eine Tempoverschärfung des späteren Etappengewinners Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) bereits an der ersten von zwei Überquerungen der Mauer von Geraardsbergen, wo Kristoff den Anschluss verlor - im Gegensatz übrigens zu seinem Helfer Marco Haller. Der Österreicher konnte dann allerdings bei der zweiten Passage der "Muur“ Gilbert und Luke Durbridge (Orica-Scott) nicht mehr folgen und machte auf den letzten Kilometern schließlich für seinen abgehängten Kapitän Kristoff in der Verfolgergruppe Tempo.
Letztlich erreichte der De-Panne-Gesamtsieger von 2015 in der zweiten Verfolgergruppe 58 Sekunden hinter dem Belgischen Meister das Ziel und musste sich mit Rang sieben begnügen, nachdem er im vergangenen Jahr genau dieses Teilstück noch für sich entschieden hatte.
Angesichts seiner Vorstellung schien der 29-Jährige nach dem Rennen einigermaßen ratlos. "Ich hatte gehofft, dass ich mit den Besten würde mithalten können. Ich habe das in den beiden vergangenen Jahren geschafft, aber diesmal hat ein bisschen gefehlt. Ich war nicht genau da, wo ich sein sollte“, stellte Kristoff gegenüber der norwegischen Website procycling.no fest. Mit Blick auf die Flandern-Rundfahrt fügte er an: "Es ist jetzt ein bisschen spät, um noch viel zu machen. Ich werde einfach fahren und dann schauen wir, wie es läuft.“
Dabei baut der Gewinner der "Ronde“ von 2014 auch darauf, dass er und sein Team von Crashs und Defekten verschont bleiben. "Ich denke, nur in Waregem (Dwars door Vlaanderen) und Harelbeke hatten wir weder Platten noch einen Sturz. Aber beim kompletten Rest, Nieuwsblad, Kuurne, Wevelgem, hatten wir immer etwas Pech. Vielleicht wandelt sich das ja mal in Glück, das wäre schön“, sagte Kristoff, dem sich aber zunächst noch bei den Driedaagse zwei weitere Chancen auf (Sprint)-Siege bieten, ehe morgen Nachmittag das 14,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren in De Panne über den Gesamtsieg entscheidet.
Vielleicht tritt das schon ein, was sich Kristoff an Dienstag erhoffte: "Jeder weiß, dass wir in Form sind, es ist so, wie ich sagte, einmal wird sich das ändern und wir werden gewinnen.“
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