RSN-Rangliste, Platz 58: Georg Preidler

Die Freiheiten vor allem in den Zeitfahren genutzt

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Georg Preidler (Sunweb) | Foto: Cor Vos

15.11.2017  |  (rsn) - In der Saison 2017 hat Georg Preidler (Sunweb) besonders dann zu überzeugen gewusst, wenn er von seinem Team freie Fahrt erhielt. Vor allem in den Zeitfahren lieferte der 27-Jährige beeindruckende Vorstellungen ab. So gewann Preidler die Österreichischen Staatsmeisterschaften zum zweiten Mal nach 2015 und wurde beim Giro d`Italia in Mailand Siebter im abschließenden Kampf gegen die Uhr.

In Italien zählte der Österreicher zudem zu den Helfern, die dem Niederländer Tom Dumoulin den Gesamtsieg ermöglichten. "Den Giro mit dem Kapitän zu gewinnen, ist natürlich auch ein unbeschreibliches Erlebnis", befand Preidler gegenüber radsport-news.com.

Auch in den weiteren Saisonrennen war der Grazer vor allem als Domestike im Einsatz, konnte dabei aber durchaus vorzeigbare Ergebnisse wie Platz 30 beim Fleche Wallonne oder einen neunten Etappenrang beim Tirreno-Adriatico einfahren. Als gelungen ist zudem der Saisonauftakt zu bezeichnen, als Preidler bei der Andalusien-Rundfahrt Mitte Februar die Bergwertung gewann.

"Ich kann mit der diesjährigen Saison nicht zufrieden sein, auch wenn ein paar schöne Highlights dabei waren", bilanzierte Preidler sein Radsportjahr. Vor allem einen Sieg bei einem großen Rennen hätte er sich gewünscht, fügte der Allrounder an.

In der zweiten Saisonhälfte wurde Preidler unter anderem durch eine Achillessehnenentzündung zurückgeworfen und bestritt ab Juli nur noch drei Eintagesrennen. Seinen letzten Einsatz hatte er Anfang September beim GP Montreal in Kanada, bei dem er allerdings nicht das Ziel erreichte. "Leider war die Saison für mich sehr früh zu Ende", sagte Preidler, der sich nach fünf Jahren bei der Mannschaft von Manager Iwan Spekenbrink zum Abschied und für einen Umzug nach Frankreich entschied.

"Dass ein Teamwechsel bevorsteht, hatte sich eigentlich schon nach dem Giro abgezeichnet", so Preidler, der nach Bekanntgabe seines Wechsels zur FDJ-Equipe von Thibaut Pinot und Arnaud Démare gegenüber radsport-news.com erklärt hatte: "Ich habe einfach gemerkt, dass ich mich bei Sunweb nicht mehr weiter entwickele und eine neue Herausforderung brauche. Irgendwie habe ich über die Jahre auch verlernt Rennen zu fahren, da die Strategie bei uns meistens sehr defensiv ist. Ich freue mich darauf, mal wieder in Fluchtgruppen gehen zu können oder aktiv in einem Finale mitzuwirken."

In seinem Team, bei dem er unter anderem auf seinen Freund und ehemaligen Mannschaftskollegen Tobias Ludvigsson treffen wird, soll Preidler aber nicht nur Helferaufgaben für Pinot und Sebastien Reichenbach übernehmen. "Diese Aufgabe ist mir förmlich auf den Leib geschneidert, aber ich werde auch meine Freiheiten bekommen", kündigte er an. Zudem freue er sich darauf "eine neue Sprache zu lernen."

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