Direkt vom Höhentrainingslager nach Lüttich

Dumoulin: “Sollte vielleicht auf schlechte Beine hoffen“

Von Felix Mattis

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Tom Dumoulin (Sunweb) bei Mailand-Sanremo. | Foto: Cor Vos

22.04.2018  |  (rsn) - Zum ersten Mal seit Mailand-Sanremo vor mehr als einem Monat pinnt Tom Dumoulin heute in Lüttich wieder eine Startnummer an sein Trikot. Der Niederländer vom Team Sunweb erlebte ein bis dato durchwachsenes Frühjahr, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und verbrachte die letzten Wochen im Höhentrainingslager. Am Donnerstagabend kehrte er nach Hause zurück, um wie im Vorjahr Lüttich-Bastogne-Lüttich zu bestreiten - als letztes Rennen vor seiner Titelverteidigung beim Giro d'Italia ab dem 4. Mai.

"Manchmal bin ich sehr gut nach einem Höhentraining, manchmal überhaupt nicht", erklärte Dumoulin am Rande der Teampräsentation in Lüttich mit Blick auf seine Ambitionen bei 'La Doyenne', und scherzte dann: "Vielleicht sollte ich hoffen, dass ich am Sonntag schlechte Beine habe." Im vergangenen Jahr nämlich kam Dumoulin sogar noch einen Tag später aus der Höhe nach Belgien, war bei Lüttich-Bastogne-Lüttich chancenlos und gewann danach aber die Italien-Rundfahrt.

Natürlich hofft Dumoulin eigentlich aber, dass er an seinem erst zwölften Renntag des Jahres eine gute Leistung zeigt, die Mut für den Giro macht, wo er es mit Chris Froome (Sky), Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), Miguel Angel Lopez (Astana), Fabio Aru (UAE Team Emirates) und Co. zu tun bekommen wird, die sich bei der Tour of the Alps allesamt stark präsentierten. "Ich bin aus dem Trainingslager einen Tag früher als letztes Jahr zurückgekommen und hoffe, dass das am Sonntag den Unterschied machen wird. Ich würde wirklich gerne ein gutes Rennen fahren", so der 27-Jährige.

Die Kapitänsrolle bei Sunweb gehört allerdings dem Australier Michael Matthews, der im Vorjahr etwas überraschend Vierter beim topografisch schwersten Frühjahrsklassiker war und sich deshalb im Winter noch spezifischer auf die Ardennen vorbereitet hat. Am Mittwoch beim Flèche Wallonne zahlte sich das bereits aus: Rang fünf an der Mur de Huy. Dumoulin und sein niederländischer Landsmann Sam Oomen sollen Matthews möglichst lange unterstützen und im Finale etwaige Gruppen besetzen, oder Ausreißversuche abwehren, damit es für Matthews zum Kleingruppen-Sprint kommen kann.

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