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29.07.2018 | (rsn) - Ein Etappensieg durch Nairo Quintana, der Gewinn der Teamwertung sowie Mikel Landa als Siebter des Gesamtklassement, lautet die Bilanz des spanischen Movistar-Rennstalls bei der heute zu Ende gehenden Tour de France. Mit der Dreierspitze Quintana, Landa und Alejandro Valverde angetreten, um die Dominanz des Sky-Teams zu brechen und das Gelbe Trikot mit nach Hause zu nehmen, blieb nach drei Wochen eine vergleichsweise bescheidene Bilanz.
Das Unternehmen Gelb scheiterte auch deshalb, weil sich Kapitän Quintana nach einem Defekt schon auf der 1. Etappe mehr als eine Minute Rückstand einhandelte, der in den Alpen noch größer wurde. In den Pyrenäen lief es dann besser für den Kolumbianer, der sich schließlich an der Bergankunft der 17. Etappe am Col du Portet zumindest noch einen Tagessieg sicherte und auf Position fünf der Gesamtwertung kletterte, ehe er, wohl auch wegen der Folgen eines Sturzes auf der 18. Etappe, am letzten Tag in den Pyrenäen einen Einbruch erlebte und in Laruns 7:09 Minuten gegenüber Tagessieger Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo) einbüßte.
Im gestrigen Zeitfahren fiel Quintana dann noch vom neunten auf den zehnten Rang der Gesamtwertung zurück, womit er ein ähnlich schlechtes Ergebnis wie 2017 erzielte, als er Zwölfter wurde. Ebenfalls einen Platz büßte nach einem schwachen Zeitfahren auch noch Landa ein, der im Gesamtklassement dennoch bester Movistar-Profi bleibt.
Nach der letztlich enttäuschend verlaufenen Tour will der Movistar-Dreizack nun auch gemeinsam die Vuelta a Espana in Angriff nehmen und dort im Kampf um den Gesamtsieg erfolgreicher sein. "Wir haben nicht das Resultat bekommen, dass wir bei dieser Tour erwartet haben, aber wir waren immer dabei und haben nie aufgehört zu kämpfen. Wir hoffen, im August und September in besserer Verfassung zu sein, so dass wir dann ein großartiges Resultat einfahren können“, sagte Quintana, der 2016 die Vuelta a Espana gewinnen konnte.
"Wir mögen nicht so stark wie erhofft gewesen sein, vor allem nicht in den Anstiege, die uns lagen, aber wir könnten jetzt nichts mehr dran ändern“, sagte Landa. "Jetzt hoffen wir, dass die Vuelta-Strecke uns und unserer Art zu klettern besser liegt, und dass wir daraus einen Vorteil gegenüber unseren Rivalen herausholen können“, ergänzte der 28-jährige Baske.
Ein positiveres Fazit zog der 38-jährige Valverde von der 105. Tour de France, die er auf Rag 14 beenden wird. "Ich denke, es ist ein großartiges Resultat für uns. Ich werde jetzt eine Ruhepause einlegen, Ferien genießen und dann denke ich an die Vuelta - bei der ich mich auf die WM vorbereiten werden“, kündigte der Spanier bereits indirekt an, auch bei seiner Heimat-Rundfahrt wie schon bei der Tour sich in den Dienst von Quintana und Landa zu stellen.
Valverdes letztes großes Ziel in dieser Saison ist nämlich das WM-Straßenrennen von Innsbruck, wo er sich nach vier Bronze- und zwei Silbermedaillen erstmals in seiner Karriere das Regenbogentrikot sichern will.
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