US-Amerikaner vor GrandTour-Debüt

Nach Utah-Sieg kann sich Kuss bei der Vuelta beweisen

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Sepp Kuss (LottoNL-Jumbo) steht bei der Vuelta vor seinem GrandTour-Debüt. | Foto: Cor Vos

13.08.2018  |  (rsn) - Nach seinem sensationellen Auftritt bei der Tour of Utah (2.HC), wo er sich mit drei Etappensiegen in den Bergen ganz überlegen die Gesamtwertung sicherte, wird Sepp Kuss (LottoNL-Jumbo) noch in diesem Monat sein GrandTour-Debüt geben.

Der 23 Jahre alte US-Amerikaner ist von seinem Team für die am 25. August in Malaga beginnende 73. Spanien-Rundfahrt vorgesehen. "Ich bin total begeistert", sagte Kuss auf der Siegerpressekonferenz in Park City den Reportern. "Als ich vor einigen Monaten mitbekam, dass ich dafür vorgesehen war, hat es mir definitiv viel Motivation gegeben. Ich weiß nicht genau, wie es wird, aber es wird super-hart.“

Der Kletterspezialist kündigte bereits an, für den Neuseeländer George Bennett arbeiten zu wollen, der in dieser Saison bereits Achter des Giro d’Italia geworden war und der zuletzt die Tour de Pologne auf dem vierten Platz beendete. Mit dem Tour-Fünften Steven Kruijswijk steht ein weiterer Rundfahrtspezialist im vorläufigen LottoNL-Jumbo-Aufgebot. Der Niederländer dürfte sich ebenfalls in den Dienst von Bennett stellen.

Von dem will sich Kuss bei der letzten großen Rundfahrt des Jahres einiges für seine eigene Zukunft abschauen. "George fährt wirklich gut, wenn du gemeinsam mit einem Burschen antrittst, der wirklich im Rennen mithalten kann, kannst du auf ein anderes Level gelangen. Ich bin ich bereit, alles für George zu geben“, sagte der ehemalige Mountainbiker, der nach zwei Jahren beim US-Kontinental-Team Rally zur Saison 2018 einen Profivertrag beim niederländischen WorldTour-Rennstall unterschrieb. Für den empfahl Kuss sich 2017 mit starken Auftritten bei Rennen wie Tour of Utah (9.), der Colorado Classic (6.) und der Tour of Alberta (2.).

Nach einer ernüchternden Frühjahrssaison, in der er auch bei der heimischen Kalifornien-Rundfahrt ohne Ergebnisse blieb, ging es seit dem Critérium du Dauphiné bergauf. "Ich würde sagen, meine Form kam um das Dauphiné herum - ehrlich gesagt irgendwie aus dem Nichts", sagte der Neo-Profi in Park City. "Davor bin ich nicht wirklich gut gefahren. Ich war ziemlich schwer, und dann beim Dauphiné fuhr ich plötzlich gut und fühlte mich normal.“

Doch ehe es nach Europa geht, wird Kuss eine weitere Chance erhalten, in der Heimat seine Top-Form unter Beweis zu stellen, und zwar bei der am Donnerstag beginnenden Colorado Classic (2.HC), wo er nach seinen Auftritten in Utah der Top-Favorit sein dürfte. Gut möglich, dass Kuss mit zwei Rundfahrt-Siegen im Gepäck nach Spanien reisen wird.

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