Kein Auge auf das Gesamtklassement

Pernsteiner: “Wir wollten voll auf die Etappe fahren“

Von Peter Maurer

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Hermann Pernsteiner (Bahrain-Merida) | Foto: Cor Vos

30.08.2018  |  (rsn) – Auf der fünften Etappe der Spanien-Rundfahrt gelang zwei Österreichern der Sprung in die Gruppe des Tages. Neben Lukas Pöstlberger (Bora-hansgrohe), der schon am dritten Tagesabschnitt etwas probierte, fand sich auch Hermann Pernsteiner unter den 25 Ausreißern. Für den 28-jährigen Niederösterreicher ist es die erste dreiwöchige Landesrundfahrt seiner Karriere. Erst vor drei Jahren wechselte er vom Mountainbike auf die Straße, zu Saisonbeginn bekam er seinen ersten Profivertrag beim Team Bahrain-Merida.

Im Gegensatz zu den ersten Tagen begann der fünfte Abschnitt sehr schnell und es dauerte lange, bis sich eine größere Gruppe vom Feld absetzen konnte. "Es war super hart. Alleine schon in die Gruppe zu kommen, hat fast über zwei Stunden gedauert. Dann waren es zu viele Leute vorne. Es kam zu keinem vernünftigen Tempo, sondern zu ständigen Attacken. Leider haben ich und Franco Pelizotti die richtige Post im Finale verpasst", erzählte Pernsteiner gegenüber radsport-news.at.

Für den ehemaligen Mountainbiker aus der Buckligen Welt ergab sich sogar eine einmalige Möglichkeit am fünften Tagesabschnitt der Vuelta a Espana. Neben Rudy Molard (Groupama-FDJ) lag der Österreicher am besten platziert in der Gesamtwertung von der gesamten Gruppe. Acht Sekunden lag er hinter dem Franzosen und als die Ausreißer mehr als vier Minuten Vorsprung auf das Feld hatten, war das Duo virtuell auf den Rängen eins und zwei der Gesamtwertung. "Darauf habe ich gar nicht geschaut. Wir wollten voll auf die Etappe fahren", berichtete der Österreicher, der mit Franco Pelizotti einen Teamkollegen in der großen Gruppe hatte.

„Es wäre sicherlich möglich gewesen, aber da gehört auf so einer Etappe auch immer ein wenig Glück dazu, dass man die richtige Attacke mitgeht“, resümierte der 28-Jährige nach der Etappe. Nach den ersten fünf Etappen geht es dem Niederösterreicher ganz gut bei seiner GrandTour-Premiere: "Zurzeit fühle ich mich noch sehr gut. Man wird sehen, wie mein Körper reagiert auf die nächsten Tage".

16 Tagesabschnitte warten noch auf die Fahrer der 73. Vuelta a Espana. Genug Chancen also für hungrige Fahrer wie Pernsteiner. Der Österreicher kennt aber seine Teamorder genau. "Vorrangig ist die Position von Ion Izagirre im Gesamtklassement. Es ist meine Aufgabe, ihn zu unterstützen, aber wenn sich die Chance ergibt, werde ich es erneut versuchen", weiß der ehemalige Mountainbikespezialist.

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