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03.10.2018 | (rsn) – Max Walscheid (Sunweb) hat zum Abschluss der deutschen Straßensaison den Sparkassen Münsterland Giro (1.HC) gewonnen. Der Heidelberger setzte sich nach 202 Kilometern in Münster im Sprint einer kleinen Gruppe vor John Degenkolb (Trek-Segafredo) und Nils Politt (Katusha-Alpecin) durch.
Walscheid ließ im Sprint nach starker Leistung seine Kontrahenten deutlich hinter sich, profitierte aber auch davon, dass sich das Sprintduo von Bora-hansgrohe, Pascal Ackermann und Sam Bennett, gegenseitig behinderte und so nicht wirklich in die Entscheidung eingreifen konnte. Während der Sunweb-Sprinter jubelnd über den Zielstrich fuhr, gestikulierte einige Meter dahinter Bennett – wohl in Richtung Ackermann, der hinter André Greipel (Lotto Soudal) Fünfter wurde.
Mit Alex Krieger (Leopard) und Lucas Carstensen (Bike Aid) konnten sich auf den Plätzen sieben und zehn noch zwei weitere Deutsche Fahrer in den Top Ten platzieren.
"Ich bin gut aus der Vuelta gekommen und wir hatten ein starkes Team hier, das an den Sieg geglaubt hat. Wir haben auf den Sprint gesetzt, das Team hat an mich geglaubt und am Schluss hat es zum Glück geklappt. Ich hatte das richtige Timing", sagte Walscheid im WDR.
Etwas mehr als eine Radlänge hinter dem Mann des Tages überquerte Degenkolb den Zielstrich und gab sich mit Rang zwei zufrieden. "Es war ein harter Sprint, wir waren alle ziemlich platt. Das haben wir auch in der Beschleunigung gemerkt. Max war am Ende klar stärker, das muss man neidlos anerkennen. Der zweite Platz geht in Ordnung", erklärte Degenkolb ebenfalls im WDR.
Und auch Politt, alles andere als ein Sprintspezialist, zeigte sich mit seinem Ergebnis mehr als nur einverstanden."Ich habe mir das Hinterrad von André ausgesucht. Ich sehe, dass sich Bennett und Ackermann gegenseitig ein bisschen verhaken und ich bin innen durchgefahren. Das hat zum dritten Platz gereicht, bei so einem Sprint, da bin ich selbst etwas überrascht", meinte der Kölner, der das deutsche Podium komplettierte.
Der 13. Münsterland Giro wurde von einer sechs Fahrer starken Gruppe um die vier deutschen Kontinental-Fahrer Robert Retschke (Lotto-Kern Haus), Carstensen, Pascal Treubel (Heizomat Rad net) und Paul Taebling (LKT Team Brandenburg) bestimmt, die sich nach 60 Kilometern einen Vorsprung von drei Minuten herausgefahren hatte. Zur Rennhälfte hatte eine erste große Verfolgergruppe, die sich auf einer Windkantenaktion vom restlichen Feld gelöst hatte, aber zur Spitze aufgeschlossen.
Etwa 50 Mann, darunter auch Degenkolb,Ackermann, Greipel, Walscheid und Politt, fuhren sich bis 60 Kilometer vor dem Ziel einen Vorsprung von etwa einer Minute auf das zweite Peloton heraus. Schließlich schloss auf den letzten 20 Kilometern mit Krieger, Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) noch ein starkes Trio auf, so dass fast alle schnellen Männer in der ersten Gruppe dabei waren.
Als es 14 Kilometer vor dem Ziel auf den drei Mal zu befahrenden Rundkurs von Münster ging, attackierte Elmar Reinders (Roompot). Der Niederländer fuhr sich einen Vorsprung von 15 Sekunden heraus, wurde aber fünf Kilometer vor dem Ziel kurz vor der Schlussrunde gestellt. Danach versuchten es Gaviria und Boasson Hagen nochmals mit Vorstößen, wurden aber vom aufmerksamen Bora-hansgrohe-Team schnell wieder eingefangen. Auf den letzten 800 Metern schob sich dann Trek-Segafredo an die Spitze und zog Degenkolb den Sprint an, doch am Ende war der Sieger von 2016 gegen den 1,99 Meter großen Walscheid chancenlos.
Endstand:
1. Max Walscheid (Sunweb)
2. John Degenkolb (Trek-Segafredo) s.t.
3. Nils Politt (Katusha-Alpecin)
4. André Greipel (Lotto Soudal)
5. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe)
6. Florian Senechal (Quick-Step Floors)
7. Alex Krieger (Leopard)
8. Mathias Van Gompel (Sport Vlaanderen)
9. Szymon Sajnok (CCC Sprandi)
10. Lucas Carstensen (Bora-hansgrohe)
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