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24.04.2019 | (rsn) – Was Alejandro Valverde (Movistar) im Vorjahr beim Fleche Wallonne knapp verwehrt blieb, schaffte Anna van der Breggen (Boels – Dolmans) am heutigen Mittwoch beim Fleche Wallonne Féminine (1.WWT). Die Niederländerin feierte beim 118,5 Kilometer langen Ardennenklassiker ihren fünften Sieg in Serie und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass gegen sie an der bis zu 19 Prozent steilen Mur de Huy kein Kraut gewachsen ist.
"Fünf Siege, das ist schon eine Menge. Aber jeder Sieg hier ist für mich speziell. Fünf Jahre am Stück hier zu gewinnen, da fühle ich mich schon etwas alt“, schmunzelte die 29-jährige Straßenweltmeisterin nach ihrem neuerlichen Coup und verriet auch gleich ihr Erfolgsrezept:
“Wenn man als geschlossenes Feld zur Schlusssteigung kommt, dann ist jeder nervös und will vorne reinfahren. Man muss aufpassen, dass man nicht zu früh geht, sonst geht man kaputt. Das gilt auch für mich. Mittlerweile weiß ich aber, wo ich hier antreten muss. Am Ende haben wir einfach nur versucht, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen und das Rennen zu gewinnen. Vielmehr kann man hier auch nicht machen. Schön, dass es funktioniert hat“, erklärte van der Breggen, die sich mit einer Sekunde Vorsprung auf ihre Landsfrau Annemiek van Vleuten (Mitchelton – Scott) durchsetzte. Das Podium komplettierte van der Breggens dänische Landsfrau und Teamkollegin Annika Langvad.
So lief das Rennen:
Nach einem hektischen Beginn konnten sich schließlich nach 30 Kilometern fünf Fahrerinnen vom Feld lösen und sich einen Vorsprung von knapp drei Minuten herausfahren. Auf dem welligen Terrain konnten Malgorzata Jasinska (Movistar), Tatiana Riabchenko (Doltcini - Van Eyck) und ihre drei Begleiterinnen zur Rennhälfte einen Vorsprung von 90 Sekunden auf das mittlerweile dezimierte Feld halten, aber 42 Kilometer vor dem Ziel war Jasinska bereits als letzte Ausreißerin wieder gestellt.
Als es 30 Kilometer vor dem Ziel zur Mur de Huy hinaufging, konnte sich im Anstieg keine Fahrerin entscheidend absetzen. Nach dem Anstieg aber verabschiedeten sich vier Akteurinnen um Elisa Balsamo (Valcar Cylance) nach vorne. Doch ihr Maximalvorsprung von 25 Sekunden war elf Kilometer vor dem Ziel wieder aufgebraucht.
Nachdem Katarzyna Niewiadoma (Canyon Sram) acht Kilometer vor dem Ziel an der Cherave-Steigung attackiert hatte, fand sich eine 13 Fahrerinnen starke Gruppe an der Spitze, allerdings füllte sich diese bis zu Beginn der Schlusssteigung wieder auf über 30 Fahrerinnen auf.
Die Mur de Huy nahm schließlich Floortje Mackaij (Sunweb) als Solistin als erste in Angriff, nachdem sie sich drei Kilometer vor dem Ziel abgesetzt hatte. Doch durch die Nachführarbeit von Amstel-Siegerin Niewiadoma und van der Breggen war ihr Maximalvorsprung von 20 Sekunden in der steilen Mauer von Muy schnell Makulatur. Auf den letzten 400 Metern setzte schließlich die Weltmeisterin ihre siegbringende Attacke.
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