Schon der zweite Mammolshainer Stich war zu viel

Bauhaus: “Ich weiß nicht, was los war“

Von Christoph Adamietz aus Frankfurt

Foto zu dem Text "Bauhaus: “Ich weiß nicht, was los war“"
Phil Bauhaus (Bahrain - Merida) bei Eschborn-Frankfurt | Foto: Cor Vos

02.05.2019  |  (rsn) - Mit vier Hoffnungsträgern für eine Sprintentscheidung waren die Deutschen in den  WorldTour-Klassiker Eschborn-Frankfurt gestartet. Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) und John Degenkolb (Trek - Segafredo) sorgten mit den Plätzen eins und zwei für viel Jubel bei den heimischen Fans, für André Greipel (Arkéa Samsic) und Phil Bauhaus (Bahrain - Merida) dagegen verlief das Rennen enttäuschend.

Für Greipel stellten sich die vier Passagen des Mammolshainer Stichs in der Summe als zu schwer heraus, Bauhaus schwächelte schon bei der zweiten Überquerung des bis zu 23 Prozent steilen Anstiegs. Als Ackermann und Degenkolb vor der Alten Oper um den Sieg sprinteten, saßen ihre beiden Landsleute schon im jeweiligen Teambus.

"Ich weiß nicht, was los war. Ich war super motiviert und es wäre auch ein Rennen gewesen, das mir grundsätzlich liegen sollte. Ich habe gut trainiert und war zuversichtlich. Aber als es das erste Mal schnell wurde, habe ich schon gemerkt, dass ich nicht gut bin heute", sagte ein enttäuschter Bauhaus nach dem Rennen zu radsport-news.com.

Der Kölner wollte sich durch das zunächst schlechte Gefühl auf dem Rad nicht unterkriegen lassen, doch bei der zweiten Passage des Mammolshainer Stichs war dann der Ofen endgültig aus. "Da war ich nicht stark genug. Bei den letzten Rennen bin ich berghoch eigentlich noch ordentlich gefahren, bei der Katalonien-Rundfahrt ging es echt gut. Woran es gelegen hat, weiß ich nicht", so Bauhaus, dessen Teamkollege Grega Bole als Zehnter bester Profi von Bahrain - Merida war.

Auch der Blick auf das Ergebnis, das fast 80 Fahrer zeitgleich mit dem Sieger zeigte, machte dem 25-Jährigen zu schaffen. "Allein von der Anzahl der Fahrer will ich und muss ich bei sowas vorne dabei sein", zeigte Bauhaus sich am Mittwoch selbstkritisch. "Morgen, wenn die Emotion etwas raus ist, werde ich mit meinem Trainer analysieren, woran es gelegen hat oder woran es gelegen haben könnte. Ich denke nicht, dass eine größere Ursache dahinter liegt. Ich bin eigentlich gesund und konnte heute einfach nicht meine Leistung abrufen. Da ich heute nicht so viel Rad gefahren bin, werde ich morgen wieder aufs Rad steigen und an meiner Form arbeiten", so Bauhaus, der hofft, Mitte Mai bei der Kalifornien-Rundfahrt "wieder konkurrenzfähig" zu sein.

Lobende Worte hatte Bauhaus für den überragenden Ackermann parat. "Der Pascal fährt richtig stark berghoch. Hut ab. Mir war klar, dass er da vorne ankommen wird. Er sah sehr souverän aus. Ich gönne ihm den Sieg", fügte er an.

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