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15.06.2019 | (rsn) – Mit Weltmeister Rohan Dennis (Bahrain – Merida) gab es zum Auftakt der neuntägigen Tour de Suisse einen Favoritensieg im Zeitfahren von Langnau. Am Ende wurde es aber für den Australier äußerst knapp, denn gerade einmal 32 Hundertstel hatte er Vorsprung auf Maciej Bodnar (Bora – hansgrohe) im Ziel. Doch schon wie vor zwei Jahren durfte sich der im Regenbogentrikot fahrende Dennis das Führungstrikot überstreifen. Auch damals eroberte er es im Kampf gegen die Uhr.
"Ich bin sehr glücklich. Es ist jetzt schon länger her, dass ich das letzte Mal gewonnen habe. Das hat mir jetzt eine unglaubliche Last von den Schultern genommen", erklärte Dennis, der schon früh ins Rennen in Langnau ging und deshalb ewig lang am Hot-Seat warten musste. Seit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Einzelzeitfahrweltmeisterschaften in Innsbruck im letzten Herbst musste der 29-Jährige nun auf einen Sieg warten. Zum Jahreswechsel ging er zur Mannschaft Bahrain – Merida, blieb aber bis zum Auftakt der Tour de Suisse noch sieglos.
"Der Sieg gibt mir jetzt wieder mehr Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten. Ich weiß nun, dass ich wieder gewinnen kann, egal auf welchem Material ich sitze" führte Dennis weiter aus, der ja nach dem Ende seiner BMC Mannschaft auf neue Räder wechseln musste. "Es ist aber nicht das Material, welches für diese Durststrecke verantwortlich war und das habe ich heute auch unter Beweis gestellt. Für mich ist das wieder ein Schritt vorwärts und zeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen", fügte Dennis an, der sich in der Schweiz wie viele andere seiner Mitstreiter den letzten Feinschliff für die Tour de France holt.
Starke Auftritte von Bora - hansgrohe und Ineos
Im Hinblick auf das Material kann auch das deutsche Bora – hansgrohe Team ein Fläschchen aufmachen heute. Denn neben Bodnar, der den Sieg um gerade einmal 32 Hundertstel verpasste, kamen auch Peter Sagan als Siebter und Patrick Konrad auf Rang 17 unter die Top 20, was für die Mannschaft von Ralph Denk den Tagessieg in der Teamwertung bedeutete. Speziell der Österreicher, der eine Topplatzierung anstrebt, konnte jubeln, denn von den Gesamtwertungsfavoriten lag lediglich Geraint Thomas vor ihm. Zwei Sekunden büßte der Niederösterreicher auf den Waliser auf den 9,5 Kilometern ein.
Stefan Küng (Groupama – FDJ) hingegen verpasste die Wiederholung seines Vorjahrescoups. Damals holte er im Teamzeitfahren das Führungstrikot, im Emmental reichte es diesmal nur zu Rang neun mit einem Rückstand von neun Sekunden auf Dennis. “Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte“, gestand der Schweizer Zeitfahrmeister. Sein Landsmann Tom Bohli (Dimension Data) wurde Zwölfter. Kletterspezialist Mathias Frank belegte Rang 60 mit einem Rückstand von 39 Sekunden.
Von den weiteren Topfavoriten auf den Gesamtsieg zeigte auch Egan Bernal (Ineos) eine ansprechende Zeitfahrleistung. Der Kolumbianer verlor 23 Sekunden auf Dennis, jedoch nur acht auf seinen Teamkollegen und letztjährigen Tour de France-Gewinner Geraint Thomas. Der dreifache Sieger der Tour de Suisse, der Portugiese Rui Costa hatte am Ende des Tages 37 Sekunden, der Spanier Enric Mas (Deceuninck – Quick-Step) 43 Sekunden Rückstand.
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