9.000 Höhenmeter in 14:22 Stunden

Porte und Wurf schaffen “Everest Challenge“ am Madone

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Porte und Wurf schaffen “Everest Challenge“ am Madone "
Die Daten zur Everest Challenge von Porte und Wurf | Foto: Screenshot Strava-Profil von Richie Porte

06.08.2019  |  (rsn) - Einen langen, harten Tag im Sattel zum Geburtstag, das wünschen sich viele Hobby-Radsportler. Doch der zum Triathlon gewechselte Ex-Radprofi Cameron Wurf hat sich diesen Wunsch am Wochenende dann wohl doch etwas übererfüllt: Gemeinsam mit seinem Freund und Landsmann Richie Porte (Trek - Segafredo) hat er zu seinem 36. Jahrestag 14 Stunden und 22 Minuten auf dem Rad verbracht und dabei mehr als 270 Kilometer sowie 9.000 Höhenmeter bezwungen, um die sogenannte "Everest Challenge" zu schaffen.

Dabei geht es darum, in 24 Stunden mehr als die Höhe des Mount Everest, des höchsten Berges der Welt, mit dem Rad zu erklimmen. Anfang Januar 2017 hat Jens Voigt sich dieser Herausforderung in seiner Heimat Berlin angenommen und ist 100 Mal den Teufelsberg hinauf gefahren.

Porte und Wurf haben sich dafür nun nahe ihrer Wahlheimat Monaco den spätestens seit Lance Armstrong als beliebtester Trainingsanstieg der Cote d'Azur bekannten Col de la Madone ausgesucht. Nach dem Madone ist seit Armstrongs Tagen auch das Top-Modell von Portes Rad-Sponsor Trek benannt. Der Anstieg beginnt im Küstenort Menton acht Meter über dem Meer, ist 13,1 Kilometer lang und steigt gleichmäßig an - mit Spitzen bis zehn Prozent. Die Passhöhe liegt auf 927 Metern.

Eine Woche nach Ende der Tour de France

Das australische Duo begann seinen Tag morgens um 6:20 Uhr in Menton und war insgesamt 16 Stunden unterwegs, mit 14:22 Stunden reiner Fahrzeit. Dabei bewältigten Porte und Wurf den Madone-Anstieg zehnmal, bevor sie noch einmal etwa drei Viertel des Berges hinauf nach Saint-Agnés fuhren, um die Challenge abzuschließen.

Porte beendete nur eine Woche vor der Everest Challenge die Tour de France als Gesamtelfter und verfehlte sein Ziel Tour-Sieg damit deutlich. Wurf, der bis 2014 für Cannondale in der WorldTour unterwegs war und anschließend zum Langdistanz-Triathlon wechselte, wo er nun zu den besten Radfahrern gehört, will am 12. Oktober auf Hawaii bei der Ironman-WM starten, für die er bereits qualifiziert ist. Sein letzter Wettkampf war am 7. Juli die Challenge Roth, die er als Dritter beendete.

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