Mit Nibali zum D-Tour-Abschluss in der Offensive

Greipel: “Das Finale war für mich etwas zu hart“

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André Greipel (Arkéa Samsic) | Foto: Cor Vos

02.09.2019  |  (rsn) - Ohne Top-Ten-Ergebnis beendete André Greipel (Arkéa Samsic) am Sonntag in Erfurt die Deutschland Tour. Aber auch auf dem abschließenden vierten Teilstück ließ der Hürther nichts unversucht im Kampf um ein Erfolgserlebnis und folgte im Finale einer Attacke von Vincenzo Nibali (Bahrain - Merida), die der Italiener auf den letzten Kilometern ritt. Allerdings ging Greipels Plan nicht auf, gemeinsam mit einer kleinen Spitzengruppe anzukommen, weil Trek - Segafredo, das Team des Gesamtsiegers Jasper Stuyven, aufmerksam war und die späten Ausreißer wieder einfing.

“Ich habe gehofft, dass ein paar mehr mitspringen und ich dann ein bisschen würde pokern können. Schade, dass es wieder ein sehr selektives Finale war. Ich habe nicht gesehen, wie ich den Sprint hätte gewinnen können und deshalb musste ich was anderes probieren“, erklärte der elfmalige Tour-Etappengewinner im Ziel den Reportern seine Taktik. Doch das Duo wurde wieder eingefangen, womit Greipel praktisch alle Chancen auf den Etappensieg eingebüßt hatte.

“Das Finale mit den vier Prozent auf den letzten zwei Kilometern war für mich etwas zu hart. Ich kann im Feld bleiben, aber nicht um den Sieg sprinten“, erklärte er, warum er noch durchgereicht wurde und schließlich 41 Sekunden hinter Etappengewinner Sonny Colbrelli (Bahrain - Merida) auf Platz 33 das Ziel erreichte. Somit blieb als bestes Ergebnis Rang zwölf zum Auftakt in Halberstadt, wo Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) den einzigen Massensprint der viertägigen Rundfahrt für sich entscheiden konnte.

“Die letzten drei Tage waren sehr intensiv, ausruhen war nicht“, befand Greipel, der dennoch eine ausgesprochen positive Bilanz zog: “Die Deutschland Tour hat mich einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Vielleicht bekommen wir ja bald einen Tag mehr, um uns in Deutschland zu präsentieren.“

Dabei deutete der 37-Jährige an, dass er auch bei der kommenden Auflage wieder am Start stehen könnte. “Das werden wir sehen. Aber mir macht Radfahren gerade wieder sehr viel Spaß. Ich bin auf einem Niveau, auf dem ich die vergangenen Jahre war“, sagte Greipel, dessen Vertrag bei Arkéa Samsic noch bis Ende 2020 läuft, auf die entsprechende Frage.

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