Pole nach 18. Vuelta-Etappe Gesamtsechster

An seinem 30. Geburtstag machte Majka alles richtig

Von Joachim Logisch

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Rafal Majka (Bora – hansgrohe) auf der 18. Vuelta-Etappe | Foto: BORA - hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages

12.09.2019  |  (rsn) - Nur nicht den gleichen Fehler wiederholen - dieses Motto stand nicht nur bei Spitzenreiter Primoz Roglic (Jumbo – Visma) auf dem Tageszettel vor dem Start der 18. Etappe der Vuelta a Espana von Colmenar Viejo nach Becerril de la Sierra, sondern auch bei vielen anderen, die am Vortag die Spitzengruppe verpasst hatten. Auch bei Rafal Majka (Bora – hansgrohe), der seinen 30. Geburtstag feierte, war Wiedergutmachung angesagt.

 "Gestern haben wir verloren. Und ich denke, es war mein Fehler. Denn ich hätte in dieser 35-Mann-Gruppe sein sollen", sagte im Ziel zu radsport-news.com. "Jetzt ist es schwer, die gute Position zurückzuholen. Aber ich bin glücklich jetzt. Ich bin eigentlich immer da mit den besten Kletterern", fügte er an, nachdem er sich wieder auf den sechsten Gesamtrang vorgekämpft hatte.

Am Donnerstag hatte Majka gut aufgepasst! So war er dabei, als die Favoriten am vorletzten Anstieg Ernst machten und die anfangs 13-köpfige Ausreißergruppe zurückholten. Danach versuchte der Bora-Kapitän selbst, seine Kontrahenten abzuschütteln. Einige wurde er los, aber Alejandro Valverde (Movistar), Roglic und Miguel Angel Lopez (Astana) ließen sich nicht abschütteln und gingen ihrerseits in die Attacke.

"Als Lopez ging, habe ich etwas gewartet. Ich wollte nicht Nairo Quintana und Tadej Pogacar heranführen“, erklärte er. Und als der Zeitpunkt günstig war, sprang er zum Trio hin vor. "Ich versuchte nur noch, ihnen zu folgen. Den einen oder anderen Wechsel habe ich auch gegeben. Wir haben es versucht (Roglic abzuhängen, d. Red.), und wir werden es weiter versuchen. Ich fühle mich gut.“

So erreichten die vier 15 Sekunden nach Tagessieger Sergio Higuita (EF Education First) das Ziel. Majka beendete die 18. Etappe auf dem 4. Platz. Sein Ziel "die Etappe zu gewinnen“, wie er selbst im Ziel gestand, erreichte er nicht. Das wäre wohl sein schönstes Geburtstagsgeschenk gewesen.

So meinte er als Reaktion auf die Glückwünsche im Ziel trocken: "Die beste Art, den Geburtstag zu feiern, ist, wenn ich zu Hause bin. Aber ich bin auch glücklich, wenn ich mit meinen Teamkollegen zusammen bin. Gestern haben wir verloren. Und ich denke, es war mein Fehler. Denn ich hätte in dieser 35-Mann-Gruppe sein sollen. Jetzt ist es schwer, die gute Position zurückzuholen. Aber wir haben noch drei Tage bis Madrid.“

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