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30.09.2019 | (rsn) – Schon beim Blick auf den Wetterbericht, allerspätestens am Morgen beim Blick aus dem Fenster nach dem Aufstehen dürfte Alejandro Valverde klar geworden sein, dass es nichts mit einer Verteidigung seines Weltmeistertitels in Yorkshire werden würde. Starker Regen, Wind und äußerst kühle Temperaturen sind nämlich genau die Bedingungen, die der Spanier überhaupt nicht mag. So war es auch keine Sensation, dass der 39-Jährige bereits knapp 100 Kilometer vor dem Ziel vom Rad stieg.
“Ich war komplett erfroren. Ich wäre natürlich gerne zu Ende gefahren, aus Respekt vor meinen Teamkollegen und meinem Land. Aber ich konnte einfach nicht“, erklärte Valverde gegenüber der spanischen Zeitung AS.
Sieben Rund vor Schluss war das Rennen für den Spanier vorbei. Das Rennen der Iberer aber noch nicht. In die Kapitänsrolle schlüpfte schließlich Gorka Izagirre, der nach einer guten Leistung im Finale Rang neun belegte. Somit reist Spanien zwar ohne WM-Edelmetall nach Hause, aber zumindest mit einer guten Platzierung. “Die Bedingungen waren furchtbar, sie haben uns so gar nicht in die Karten gespielt. Für Alejandro war es sehr bitter, vorzeitig vom Rad steigen zu müssen“, fühlte Izagirre mit seinem Landsmann mit.
Während Valverde sich bereits jenseits der Rennstrecke aufwärmte, nahm Izagirre auf dem 14 Kilometer langen Rundkurs Fahrt auf und hätte es beinahe in die entscheidende Spitzengruppe um den späteren Sieger Mads Pedersen geschafft. “Aber letztlich ist es mir eben nicht gelungen, und so war das Rennen für uns gelaufen. Meine Beine hätten mehr hergegeben“, hatte der Spanier schon während des Rennens realisiert, dass es nichts mehr mit einer Medaille werden würde. Dennoch zog Izagirre ein positives Fazit. “Ich denke, wir sollten stolz sein. Auch ohne Alejandro haben wir unser Bestes gegeben. Wir haben alles getan was möglich war“, meinte er.
Ähnlich sah es auch Neu-Nationaltrainer Pascual Momparler. “Wenn man berücksichtigt, dass die Dinge nicht nach unserem Wunsch verliefen – Ivan Cortina war am Morgen krank aufgewacht, das schlechte Wetter und dann die Aufgabe von Valverde – dann haben wir mit dem neunten Platz das Beste aus einer schlechten Situation gemacht“, bilanzierte Momparler gegenüber AS.
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