RSN Rangliste, Platz 90: Florian Stork

Die Feuertaufe in der WorldTour mit Bravour bestanden

Von Christoph Adamietz

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Florian Stork (Sunweb) | Foto: Cor Vos

12.11.2019  |  (rsn) – Natürlich war die WorldTour das ausgemachte Ziel von Florian Stork. Doch dass er schon Ende März den Aufstieg vom Development-Team zur WorldTour-Mannschaft von Sunweb schaffen würde, damit hatte der 22-Jährige nicht gerechnet – auch wenn Stork schon im Dezember 2018 in das Trainingslager der Profis eingeladen worden war.

“Es kam doch eher überraschend. Die Gewissheit hatte ich erst im Januar und zu dem Zeitpunkt habe ich mich mental eigentlich schon auf ein weiteres Jahr im Development-Team eingestellt. Ich hatte schon im Vorfeld gute Gespräche mit dem Team, aber habe mich einfach auf mein tägliches Training fokussiert,“, erklärte er gegenüber radsport-news.com.

So absolvierte Stork seine ersten Rennen auch im Trikot des Development-Teams - und das mit einigem Erfolg. Bei der Trofej Porec (1.2) wurde er Dritter, die Istrian Spring Trophy (2.2) schloss er auf Rang sieben ab. “Dort konnte ich ohne Druck in die Saison starten und mir Selbstvertrauen für höhere Aufgaben holen“, meinte Stork.

Danach erfolgte dann die Hochstufung ins WorldTour-Team und für Stork standen gleich mit De Panne, der E3 BinckBank Classic, Gent-Wevelgem, der Baskenland-Rundfahrt, dem Fleche Wallonne und der Tour de Romandie gleich sechs WorldTour-Rennen in Folge als große Herausforderungen an.

“Die ersten WorldTour-Einsätze meiner Karriere waren echte Highlights. Die vielen Zuschauer, die großen Namen im Peloton und die Schwierigkeit der Rennen waren schon eindrucksvoll“, beschrieb der Allrounder sein Auftaktprogramm, das seinen fahrerischen Qualitäten allerdings nicht unbedingt auf den Leib geschneidert war. “Die schweren flämischen Rennen lagen mir schon in der U23-Zeit nicht besonders gut, aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen und habe definitiv einiges gelernt“, berichtete Stork, der nach eigener Aussage bei seiner "Feuertaufe“ aber von den erfahrenen Profis bestens unterstützt wurde.

Bei den folgenden Rennen wie der Tour of Norway, dem Criterium du Dauphiné und der ZLM Tour stellte sich Stork zumeist weiter in den Dienst seiner Teamkollegen. Zum Dauphiné-Auftakt bekam er allerdings in einem deutlichen reduzierten Feld die Chance, auf Ergebnis zu fahren und belegte in Jussac im Massensprint einen beachtlichen 18. Platz. “Das war schon ziemlich cool, nachdem ich in den vorherigen WorldTour-Rennen gelernt habe, wie schwer es ist, auf schwerem Terrain in die Finals zu kommen“, kommentierte er die Etappe. Freie Fahrt erhielt der Neoprofi dann wieder bei den nationalen Meisterschaften, bei denen er im U23-Zeitfahren hinter Miguel Heidemann Rang zwei belegte.

In der zweiten Saisonhälfte bestritt Stork in Spanien noch die Clasica San Sebastian sowie drei Rundfahrten, darunter die Dänemark-Rundfahrt, die er auf Rang 20 abschloss, sowie die Tour of Britain, bei der er Rang 30 belegte. “Gerade bei der Tour of Britain konnte ich an den besonders schweren Tagen das Rennen mitgestalten und unsere Leader unterstützen“, berichtete Stork.

Vor allem aufgrund seiner WorldTour-Einsätze war Stork mit seiner Saison 2019 ausgesprochen zufrieden. “Meine Saisonbilanz fällt durchaus positiv aus. In der WorldTour war es anfangs auf jeden Fall auch ein großer Lernprozess, aber mit jeder Erfahrung und mit jedem Rennen mehr wurde ich besser und habe selbst auch einige Entwicklungsschritte bei mir wahrgenommen, was mich immer mehr motiviert hat“, fügte er an.

Solche Entwicklungsschritte will Stork auch 2020 verbuchen können. “Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder das Rennen mitgestalten kann und wenn sich die Chance ergibt, auch mal selbst ein Resultat einfahren kann. Konkrete Ziele bei bestimmten Rennen habe ich noch nicht“, sagte er abschließend.

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