Freiburger will Trainer werden

Fröhlinger beendet nach 13 Jahren seine Profikarriere

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Johannes Fröhlinger hat seinen Rücktritt erklärt. | Foto: Cor Vos

15.11.2019  |  (rsn) - Johannes Fröhlinger wird nach 13 Jahren im Peloton seine Profikarriere beenden. Das teilte der Freiburger in einer Presseerklärung seines Teams Sunweb mit, bei dem er seit 2011 unter Vertrag stand. “Als Teenager habe ich davon geträumt, Radprofi zu werden und ich bin sehr glücklich, so viele Jahre diesen Traum gelebt zu haben“, wurde der 34-jährige Fröhlinger zitiert.

“Er war immer ein Fahrer, der bereit war, für das Team zu arbeiten und zu helfen, wenn er gebraucht wurde“, lobte Coach Marc Reef den Allrounder, der 2007 beim damaligen Team Gerolsteiner Profi wurde, eher er nach dessen Aus 2009 zum Milram-Rennstall wechselte, der sich nach dem Rückzug des Sponsors Ende 2010 ebenfalls auflöste.

Es folgte 2011 das Engagement beim Zweitdivisionär Skil-Shimano, wo sich Fröhlinger in den darauffolgenden Jahren zu einem zuverlässigen Helfer auf fast jedem Terrain entwickelte, der mit dazu beitrug, dass der Rennstall von Manager Iwan Spekenbrink den Aufstieg in die WorldTour schaffte. “Es war eine große Ehre, ihn in unseren Reihen zu haben. Er wird immer ein enger Freund des Teams sein. Wir wünschen ihm alles Glück für die Zukunft“, fügte Reef an.

Zwar blieb Fröhlinger in seiner Profikarriere ohne Sieg. Als Zweiter der 5. Etappe des Giro d’Italia 2008 und im Jahr darauf als Dritter der 7. Etappe der Tour de France bei der Bergankunft in Andorra-Arcalis war der gebürtige Gerolsteiner aber zweimal nahe dran am ganz großen Coup. Fröhlinger bestritt in seiner Laufbahn insgesamt 15 dreiwöchige Rundfahrten, darunter zehn Mal die Vuelta a Espana. 2019 wurde er von Sunweb allerdings für keine GrandTour mehr nominiert. "In der zweiten Saisonhälfte hat mein Team nicht mehr so richtig mit mir geplant", äußerte er sich zuletzt bedauernd gegenüber radsport-news.com dazu.

Wie es in der Sunweb-Erklärung hieß, wird Fröhlinger auch künftig dem Radsport verbunden bleiben. Zunächst will er mit einer “umfangreichen Trainerausbildung“ beginnen, eine Rückkehr in den Profiradsport sei danach nicht ausgeschlossen - für welches Team auch immer.

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