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22.01.2020 | (rsn) - Mit Hermann Pernsteiner und Marco Haller haben zwei der österreichischen Profis ihre Saison 2020 bereits begonnen. Das Duo aus dem Team Bahrain – McLaren fährt zurzeit die Tour Down Under, das erste WorldTour-Rennen des Jahres. Die ersten beiden Etappen endeten mit Massensprints, doch auf den hektischen Schlussrunden des zweiten Tagesabschnitts konnte sich Pernsteiner für die erste Prüfung der Klassementfahrer am Donnerstag schon gut positionieren.
Hinter Auftaktsieger Sam Bennett (Deceuninck – Quick-Step) landete der Niederösterreicher auf dem zweiten Tagesabschnitt von Woodside nach Stirling auf Rang 14. "Es war eine harte Etappe heute, genauso wie wir es erwartet hatten. Das Tempo war von Beginn an gut und die letzten beiden Runden waren echt verrückt", berichtete der 29-Jährige in einer Pressemitteilung seiner Mannschaft.
Wie viele der Klassementfahrer versuchte pPrnsteiner, sich auf dem hügeligen Rundkurs um Stirling weit vorne einzuordnen: "Vor allem in den Abfahrten ging es richtig zur Sache. Jedes Team wollte vorne sein und dadurch kam es zu einigen Stürzen. Ich hatte Glück, in keinen involviert gewesen zu sein", sagte er. Bei den Stürzen erwischte es unter anderem den Topsprinter Elia Viviani (Cofidis), Simon Yates (Mitchelton – Scott), Miguel Angel Lopez (Astana) und Richie Porte (Trek - Segafredo).
Sowohl Viviani als auch Yates klagten danach über Knieschmerzen, der Italiener überdenkt sogar seine weitere Teilnahme an der Tour Down Under. "Im Krankenhaus wurden bei Untersuchungen zwar Frakturen ausgeschlossen, aber links ist mein ganzer Körper von Abschürfungen übersäht und das Knie ist geschwollen. Mit dem Team gemeinsam werden wir morgen früh die Situation nochmals evaluieren", erklärte Viviani.
Vom Sturzpech der Konkurrenten profitiert
Am schlimmsten erwischte es Ben Hermans (Israel Cycling Academy), Teamkollege von André Greipel und Rick Zabel. Der Belgier zog sich bei seinem Sturz eine komplizierte Schulterfraktur sowie einen Schlüsselbeinbruch und Rippenbrüche zu und fällt nun für zwei Monate aus.
"Einen Kilometer vor dem Ziel hat es direkt neben mir eine Gruppe erwischt. Viele Fahrer waren am Boden", berichtete Pernsteiner von der Sturzsituation. Vom Pech seiner Kontrahenten profitierte der Österreicher: "Ich war dadurch weit vorne und landete knapp außerhalb der ersten Zehn." Da der Spanier Rafael Valls ebenfalls sich unter den Gestürzten befand und das Rennen vorzeitig beenden musste, wird nun Pernsteiner bei Bahrain - McLaren in die Rolle des Leaders schlüpfen.
In der Gesamtwertung kletterte der Österreicher auf Rang 30, nur zehn Sekunden hinter dem neuen Spitzenreiter Caleb Ewan (Lotto Soudal). Die 3. Etappe am Donnerstag endet mit einem steilen Bergauffinale. "Die Beine fühlten sich gut an, was mich auf die nächsten Etappen optimistisch blicken lässt", versprach Pernsteiner, der im Vorjahr die Rundfahrt auf Gesamtrang 27 beendete.
Der Massensturz der 3. Etappe der Tour Down Under im Video:
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