109. Berliner Sechstagerennen

Reinhardt/Kneisky bauen ihre Führung leicht aus

Foto zu dem Text "Reinhardt/Kneisky bauen ihre Führung leicht aus"
Theo Reinhardt baute mit seinem Partner Morgan Kneisky die Führung im Hauptrennen aus. | Foto: www.tornanti.cc

26.01.2020  |  (rsn) - Über 20.000 Zuschauer (Samstag 10.500/ausverkauft; Sonntag 9.700) besuchten am Wochenende das 109. Berliner Sechstagerennen (23. bis 28. Januar).

Im Hauptrennen bauten Weltmeister und Vorjahressieger Theo Reinhardt aus Berlin und sein französischer Partner Morgan Kneisky am vierten Tag ihre Führung leicht aus. Das Duo siegte am Sonntag im Velodrom in der abschließenden großen Jagd und liegt mit 316 Punkten an der Spitze des Klassements. In der gleichen Runde folgen die Dänen Marc Hester/Oliver Wulff Frederiksen (307) sowie die niederländisch-belgische Paarung Wim Stroetinga/Moreno de Pauw (306). Die Österreicher Andreas Graf und Andreas Müller folgen mit einer Runde Rückstand und 281 Punkten. Der Rest der 16 Mannschaften hat nichts mehr mit dem Ausgang zu tun.

Im dreitägigen Sprint-Turnier der Frauen setzte Emma Hinze im 250-Meter-Rundenrekordfahren in 13,695 Sekunden die erste Referenzzeit. Im Sprint- und Keirin-Finale war die Cottbuserin, die mit großen Ambitionen in vier Wochen in die Heim-Weltmeisterschaft geht, ebenfalls nicht zu schlagen und führt mit 60 Punkten vor Lea Sophie Friedrich (45) und Pauline Grabosch (36).

Teamsprint-Olympiasiegerin Miriam Welte kam nach ihrem Rücktritt vom Leistungssport im September etwas langsamer in Schwung. Die sechsfache Weltmeisterin wurde aber bei ihrer Abschiedsvorstellung vom Publikum im Berliner Velodrom gefeiert. „Ich war jetzt vier Monate nicht mehr auf dem Rad. Ich hatte mit Schmerzen gerechnet – aber nicht damit, dass es so weh tut. Trotzdem versuche ich hier Spaß zu haben“, sagte die Pfälzerin.

Nach dem vierten Tag im Sprint-Turnier führt Maximilian Levy. Der Berliner hat 196 Punkte auf dem Konto. Der Tscheche Tomas Babek schob sich mit seinem Sieg im Keirin auf den zweiten Platz (153) vor dem Cottbuser Anton Höhne (147), der am Familiensonntag das Rundenrekordfahren für sich entscheiden konnte. Levy, achtfacher Berlin-Sieger, hatte am Samstag mit 12,222 Sekunden im Rundenrekordfahren die schnellste Zeit seit seinem Debüt im Jahr 2006 auf die 250-Meter-Piste gebrettert und seine Vormachtstellung untermauert. Am Dienstag will der vierfache Weltmeister den Bahnrekord von Stefan Bötticher aus dem Jahr 2018 (12,056) angreifen.

Bei den Ausdauer-Frauen sicherten sich am Samstag Olympiasiegerin Katie Archibald und Elinor Barker mit 254 Punkten den Gesamtsieg nach drei Tagen. Platz zwei ging an die Madison-Weltmeisterinnen Kirsten Wild und Amy Pieters aus den Niederlanden, die in vier Wochen an gleicher Stelle bei den Weltmeisterschaften ihren Titel im Zweier-Mannschaftsfahren verteidigen wollen. Beste deutsche Paarung waren Lisa Klein und Katharina Hechler, die auf 121 Punkte kamen.


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