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01.02.2020 | (rsn) - Bei der Cross-WM in Dübendorf haben die favorisierten Niederländerinnen im Frauenrennen die Medaillen unter sich ausgemacht. Gleich bei ihrem Elite-Debüt holte sich die 21-jährige Ceylin Del Carmen Alvarado in einem packenden Sprintduell die Goldmedaille vor ihrer Landsfrau Annemarie Worst. Als Dritte vollendete Lucinda Brand zehn Sekunden hinter Alvarado den Oranje-Triumph.
Mit genau einer Minute Rückstand kam die US-Amerikanerin Katherine Compton (USA) auf Rang vier ins Ziel, gefolgt von Europameisterin Yara Kastelijn(+1:26), die als vierbeste Niederländerin Fünfte wurde. Enttäuschend verlief das Rennen für die belgische Titelverteidigerin Sanne Cant, die nach drei WM-Siegen in Folge diesmal nur Zwölfte wurde und 3:32 Minuten auf die neue Weltmeisterin einbüßte. Beste Belgierin war Ellen Van Loy (+2:46) auf Rang acht.
“Mir wurde zugerufen, dass ich als Erste auf die Brücke fahren soll. Doch Annemarie hat mich nicht gelassen. Wir sind gleichauf zur Zielgerade gekommen. Ich habe gesehen, dass ich noch beschleunigen kann, sie aber langsamer wird“, schilderte eine strahlende Alvarado auf der Pressekonferenz das Finale, in dem souverän an Worst vorbeispurtete.
“Ein Teil von mir ist überrascht, ein anderer nicht. Mit dem Sprint habe ich mich ein wenig überrascht“, gestand sie nach dem größten Triumph ihrer noch jungen Karriere ein. “Ich kann nicht beschreiben, wie es ist, Weltmeisterin zu sein. Um ehrlich zu sein, war ich sehr müde auf der letzte Runde, und ich dachte nicht, dass ich heute würde gewinnen können. Aber dann ging auf dem Weg zur Brücke das Tempo runter und das war meine Gelegenheit“, fügte Alvarado an.
“Es war ein enges Rennen mit Ceylin, jede Runde waren wir gleichauf, Lucinda kam immer wieder zurück. Leider habe ich den Sprint verloren. Es war wirklich schwer. Der Wind kam im Laufe des Rennens immer mehr auf. Ich wollte als Erste über die Brücke fahren, meine Beine waren aber nicht mehr so stark für die letzten Meter und dann hatte ich keine Kraft mehr“, sagte die 24-jährige Worst, die sich vom Start weg mit ihren drei Teamkolleginnen von der Konkurrenz gelöst hatte.
Als erste fiel Kastelijn aus dem Oranje-Quartett heraus, ehe auch Brand trotz großem Kampf den Anschluss verlor. Auf die Zielgerade bogen Alvarado und Worst Seite an Seite, auf den letzten Metern hatte dann aber die in der Dominikanischen Republik geborene Alvarado die größeren Kraftreserven und setzte sich gegen die Europameisterin von 2019 durch.
Die Deutsche Meisterin Elisabeth Brandau belegte Rang 21, die Österreicherin Nadja Heigl kam fünf Positionen dahinter ins Ziel.
“Es war ein schwerer Kurs. Eigentlich hätte mir die Strecke liegen müssen. Aber ich habe die Wintersaison schon gemerkt, dass es nicht so läuft. Mehr kann ich jetzt nicht dazu sagen. Ich muss das erstmal sacken lassen“, sagte Brandau, die vor zwei Jahren in Valkenburg noch Fünfte geworden war, im Ziel zu radsport-news.com.
Endergebnis:
1. Ceylin Del Carmen Alvarado (Niederlande)
2. Annemarie Worst (Niederlande) +0:01
3. Lucinda Brand (Niederlande) +0:10
4. Katherine Compton (USA) +1:00
5. Yara Kastelijn (Niederlande) +1:26
6. Evie Richards (Großbritanien) +1:44
7. Eva Lechner (Italien) +2:25
8. Ellen Van Loy (Belgien) +2:46
9. Laura Verdonschot (Belgien) +2:52
10.Marlène Petit (Frankreich) +3:06
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21. Elisabeth Brandau (Deutschland)
26. Nadja Heigl (Österreich)
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