Sechster Platz im Bergaufsprint in Saudi Arabien

Bauhaus will irgendwann auch so eine Etappe gewinnen

Von Peter Maurer aus Riad

Foto zu dem Text "Bauhaus will irgendwann auch so eine Etappe gewinnen"
Phil Bauhaus (Bahrain - McLaren) | Foto: Cor Vos

04.02.2020  |  (rsn) - Mit dem zweiten Rang durch Heinrich Haussler und dem sechsten Platz von Phil Bauhaus zeigte das Team Bahrain – McLaren am ersten Tag der Saudi Tour gleich auf. Überhaupt präsentierten sich die Profis in den farbenprächtigen Trikot sehr aktiv, und als sich das Feld auf dem 173 Kilometer langen Abschnitt von Riad nach Jaww teilte, waren gleich fünf Bahrain-Fahrer ganz vorne mit dabei.

Als sich die vorderen beiden Gruppen wieder zusammenschlossen, probierte es dann Haussler mit einigen Fluchtgefährten knapp 35 Kilometer vor dem Ziel: "Es hat gut ausgesehen, wir hatten am letzten Kilometer noch 20 Sekunden an Vorsprung. Leider ging es die letzten 600 Meter steil berghoch und am Ende hat mich Rui Costa noch abgefangen", berichtete der in Freiburg lebende Australier, der sich zusätzlich zum zweiten Platz hinter dem Ex-Weltmeister vom UAE Team Emirates auch den Titel des aggressivsten Fahrer sicherte.

"Es war sehr nervös und hektisch heute, vor allem durch den Wind. Alle wussten, dass irgendwann das Feld auseinanderreißen wird und war waren in diesem Moment richtig gut aufgestellt und zu fünft in der Spitzengruppe", erzählte Bauhaus im Gespräch mit radsport-news.com am Ende der Auftaktetappe.

Gemeinsam mit Marcel Sieberg gab das Duo seinen Saisoneinstand in Saudi Arabien. Getestet werden soll vor allem der Sprintzug rund um den Briten Mark Cavendish. Auch der prominente Neuzugang absolvierte den ersten Abschnitt sehr aufmerksam, konnte sich zwischendurch mit vier Teamkollegen in der ersten Windstaffel halten. In den Bergaufsprint konnte Cavendish, der seit fast genau zwei Jahren schon auf einen Sieg wartet, aber nicht eingreifen.

"Taktisch lief für uns alles sehr gut, aber leider wurde Heino (Haussler) dann auf der Ziellinie noch gestellt", erklärte Bauhaus, der noch Cavendish für das Finale gut aufstellen wollte: "Aber der war nicht da und ich wollte selbst nicht voll fahren, weil wir noch einen Fahrer an der Spitze hatten." Die finalen 600 Meter waren für den 25-Jährigen aus Bocholt dann zu steil.

"Ich war früh vorne im Wind und wollte nicht losfahren, weil wir eben noch Heino vorne hatten. Auf der anderen Seite sind Costa und Bouhanni bei so einem Finale, wo es richtig zur Sache geht, auch Kaliber", beschrieb der 1,84 Meter große Schlacks, der sich die beiden - Nacer Bouhanni (Arkéa - Samsic) wurde Dritter - als Vorbilder für die Zukunft setzte. "Irgendwann will ich auch dort hinkommen, um so eine Etappe auch für mich entscheiden zu können", erklärte Bauhaus, der sich am ersten Renntag der Saison stark und gut fühlte.

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