“Fühlt sich an, als würde ich mein Rad zerbrechen“

Aru freut sich auf Kolumbien, backt aber kleine Brötchen

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Fabio Aru (UAE Team Emirates) | Foto: Cor Vos

05.02.2020  |  (rsn) - Fabio Aru freut sich auf seinen Einstand in die Saison 2020 bei der Tour Colombia 2.1 in der kommenden Woche. Wie der Italiener vom UAE Team Emirates gegenüber der italienischen Zeitung La Repubblica erklärte, sei er in sehr guter körperlicher Verfassung und bereit, die verkorksten Jahre 2018 und 2019 vergessen zu machen. "Es fühlt sich an, als würde ich mein Rad zerbrechen, wenn ich ins Pedal trete. Ich bin gut drauf, habe im Val di Susa gut gearbeitet", erklärte der in Lugano lebende Sarde.

Aru wusste lange keinen Grund für seine schlechten Leistungen 2018. Doch Anfang 2019 wurde eine Verengung seiner Beckenarterie bei ihm diagnostiziert, wegen der er sich im April operieren ließ. Der Formaufbau 2019 verlief daher ebenfalls nicht ideal, und im Spätsommer bremste ihn ein Zytomegalievirus erneut ein.

"Jetzt muss ich einfach etwas mehr Glück haben", meinte Aru mit Blick voraus. "Ich habe viele Ziele, behalte die aber für mich. Meine Motivation ist aber nicht verloren und meine Leidenschaft weiter intakt." An langen Trainingsfahrten habe er noch immer großen Spaß.

Nach der Tour Colombia 2.1 wird Aru im Frühjahr Tirreno-Adriatico, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Tour de Romandie bestreiten, bevor es nochmal einen Trainingsblock und schließlich erneut den Tour de France-Start gibt. Beim Giro d'Italia fehlt der 29-Jährige Gesamtzweite von 2015. Dort soll UAE-Neuzugang Davide Formolo die Kapitänsrolle übernehmen, bevor Aru in Frankreich Seite an Seite mit Tadej Pogacar startet.

Und Olympia? Dort hofft Aru natürlich auch dabei zu sein. Gegenüber Le Repubblica erkannte er Vincenzo Nibali aber bereits als Italiens Kapitän für Tokio an. "Ich wäre gerne nützlich für die Blauen und Vincenzo Nibali, den Teamkapitän", so Aru.

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