Herald Sun Tour: Australier vor Gesamtsieg

Hindley fehlen nach Coup am Mount Buller die Worte

Foto zu dem Text "Hindley fehlen nach Coup am Mount Buller die Worte"
Jay Hindley (Sunweb) | Foto: Cor Vos

08.02.2020  |  (rsn) - Die 67. Herald Sun Tour (2.1) steht ganz im Zeichen des deutschen Sunweb-Teams. Nachdem der Italiener Alberto Dainese zum Auftakt seinen ersten Sunweb-Sieg feiern konnte, zog der Australier Jay Hindley bereits am zweiten Tag nach und löste den U23-Europameister mit seinem Sieg bei der Bergankunft in Falls Creek im Gelben Trikot ab. Nun schlug der 23-jährige Hindley auf der Königsetappe der Rundfahrt durch den Bundesstaat Victoria auch auf der 4. Etappe zu und sicherte sich nach einer erneut starken Sunweb-Teamleistung auch im Skiressort am Mount Buller auf 1.584 Metern Höhe den Sieg.

Damit baute Hindley vor der morgigen abschließenden Sprinteretappe durch Melbourne seine Führung auf zehn Sekunden aus - und zwar gegenüber dem erst 19 Jahre alten Sebastian Berwick vom Drittdivisionär St. George Continental, der als Zweiter am Mount Buller einen weiteren sensationellen Auftritt hinlegte, mit dem er sich auf Rang zwei der Gesamtwertung verbesserte.

"Die Jungs waren unglaublich, sie fuhren vom ersten Kilometer an vorne. Ich bin so froh, dass ich ihre Arbeit vollenden konnte", lobte Hindley im Ziel überschwänglich seine Mannschaft, die erfolgreich Jagd auf eine achtköpfige Ausreißergruppe machte, die nach zehn Kilometern von Jonas Rutsch (EF) initiiert worden war und die sich einen Maximalvorsprung von mehr als dreieinhalb Minuten herausfahren konnte.

Zunächst lösten sich Dainese, Max Kanter und Asbjörn Kragh Andersen an der Spitze des Feldes ab, ehe am Fuß des 16 Kilometer langen Schlussanstiegs die Kletterfraktion übernahm. Robert Power und Florian Stork reduzierten bei Gegenwind den Rückstand des schrumpfenden Feldes und vereitelten weitere Attacken. Schließlich war es Michael Storer, der seinem Kapitän Hindley das Finale vorbereitete und das Gelbe Trikot an der “flamme rouge“ ablieferte.

Dort war Hindley hellwach, als der junge Berwick attackierte und dem Ziel entgegenjagte. In den steilen letzten Passagen des Schlussanstiegs wartete der Gesamtführende bis zu den letzten 200 Metern, ehe er antrat, um sich seinen zweiten Tagessieg bei dieser Herald Sun Tour zu holen.

“Storer war phänomenal, genau wie die anderen heute. Hut ab vor Seb Berwick, er warf mir beim letzten Aufstieg den Fehdehandschuh hin und war super stark“, sagte Hindley, der nun vor dem zweiten Rundfahrtsieg seiner Karriere steht. “Es ist etwas ganz Besonderes, bei der Sun Tour das Leadertrikot zu tragen. Dies ist das dritte Mal, dass ich dieses Rennen jetzt absolviere. Für einen Australier ist es was ganze Besonderes, hier zu fahren, und das Trikot morgen im Finale zu tragen - mir fehlen gerade ein bisschen die Worte."

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine