Belgier feierte schon fünf Siege

Evenepoel ist der erfolgreichste Profi der jungen Saison

Von Joachim Logisch

Foto zu dem Text "Evenepoel ist der erfolgreichste Profi der jungen Saison"
Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) gewann das Zeitfahren und die Gesamtwertung der Algarve-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

23.02.2020  |  (rsn) - Wo wird das enden? Mit der Algarve-Rundfahrt feierte Remco Evenepoel (Deceuninck – Quick-Step) nach der Vuelta a San Juan schon seinen zweiten Rundfahrtsieg in der noch jungen Saison. Als nächstes will er bei Tirreno – Adriatico starten und im Mai beim Giro d’Italia sein GrandTour-Debüt geben.

Soweit will der gerade erst 20 Jahre alt gewordene Belgier auf Anfrage aber nicht schauen. "Ich arbeite hart für meine Ziele. Die Algarve war keins. Ich habe noch Zeit, in meine beste Form zu kommen. Ich bin aber zufrieden mit dem, was ich hier zeigen konnte. Ich wollte hier mein Bestes geben“, sagte Evenepoel im Interview, nachdem er das abschließende Algarve-Zeitfahren in Lagoa gewonnen hatte.

"Ich bin sehr schnell reingegangen und habe Vollgas gegeben. Ich wusste, in den Hügeln musste ich noch eine Schippe drauflegen. Die Abfahrten habe ich genutzt, um mich so gut wie möglich zu erholen. Die Kommunikation mit dem Begleitfahrzeug war perfekt, ich kannte jede Kurve, jedes Loch in der Straße. Ich bin sehr glücklich, heute gewonnen zu haben", so Evenepoel weiter.

Auch wenn er keine konkreten Angaben zu seinen Zielen in diesem Jahr sagen wollte, seine Taten sprechen für sich. Um zehn Sekunden distanzierte er im abschließenden Kampf über 20,3 Kilometer keinen geringeren als Zeitfahrweltmeister Rohan Dennis (Ineos). Vorher hatte der junge Europameister in dieser Disziplin schon auf der 2. Etappe zugeschlagen, die mit einer Bergankunft der 1. Kategorie auf dem Alto da Foia geendet hatte. Hier hatte sich Evenepoel knapp gegen den Deutschen Meister Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) durchgesetzt.

Mit nun bereits fünf Saisonsiegen (inklusive der beiden Rundfahrterfolge) ist  Evenepoel zurzeit der erfolgreichste Radprofi vor Nairo Quintana (4, Arkea – Samsic) und Jakob Fuglsang (3, Astana). Und das, obwohl er behauptet: "Ich bin noch nicht in Bestform!“

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