Doch kein Strade, Sanremo, Tirreno und Binda?

Presse-Agentur: Italienische Regierung erwägt Absage von Events

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Fans zündeten an der Strecke von Mailand-Sanremo 2019 bengalische Feuer. | Foto: Cor Vos

03.03.2020  |  (rsn) - Droht nun doch das Aus für die italienischen Frühjahrsrennen? Laut der italienischen Presseagentur ANSA muss die italienische Regierung um Ministerpräsident Giuseppe Conte aufgrund eines Vorschlags des durch ihn zusammengerufenen wissenschaftlich-technischen Ausschusses zum Umgang mit dem Coronavirus die Absage von Strade Bianche, Mailand-Sanremo, Tirreno-Adriatico, Trofeo Alfredo Binda und Co. ernsthaft in Erwägung ziehen.

Dieser Vorschlag lautet laut ANSA nämlich: "Vermeiden Sie 30 Tage lang Sportveranstaltungen, bei denen sich Menschen drängen und der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter nicht eingehalten wird."

Stadion-Events könnten, sollte die Regierung dem Rat des wissenschaftlich-technischen Ausschusses folgen, nur noch vor leeren Rängen stattfinden. Bei Straßenradrennen aber ist es den Veranstaltern nicht möglich, auf der gesamten Distanz für die Einhaltung der Maßgabe zu sorgen. Deshalb droht einen Tag nachdem RCS Sport angekündigt hatte, seine Rennen trotz der in Norditalien starken Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 stattfinden lassen zu wollen, nun doch die Absage.

Das für morgen angesetzte Fußball-Spitzenspiel zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand ist bereits abgesagt worden. 

Auch die Absage der letzten zwei Etappen der UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten war eine Entscheidung der örtlichen Behörden, nicht des Rennveranstalters RCS.

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