Die Saisonstarts der deutschen KT-Teams / Teil 2

Pushbikers überraschen, LKT verbessert, rad-net findet sich

Von Christoph Adamietz

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Die Maloja Pushbikers im Trainingslager | Foto: Urs Golling Photography

09.03.2020  |  (rsn) - Die neun deutschen Kontinental-Mannschaften haben allesamt ihre ersten Wettkampfkilometer in den Beinen und dabei schon erste Spitzenergebnisse eingefahren. Ein Sieg gelang aber noch keinem der Teams. Radsport-news.com gibt einen Überblick über den Auftakt der Mannschaften.

Teil 2: Maloja Pushbikers, LKT Team Brandenburg und rad-net Rose

Maloja Pushbikers
Mit den Maloja Pushbikers startete eine weitere deutsche Mannschaft in Griechenland in die Saison. Der neuformierte Rennstall von Christian Grasmann erwischte beim GP Rhodes (1.2) durch den fünften Platz von Tim Wollenberg einen Einstand nach Maß. Bei der anschließenden Rundfahrt verpassten Wollenberg zum Auftakt mit Rang 13 und Yannick Achterberg mit Platz zwölf zum Abschluss nochmals knapp die Top Ten. Im Gesamtklassement war Achterberg als Vierzehnter bester Pushbiker, die Top Ten verpasste er nur aufgrund der schlechteren Etappenplatzierungen im Rundfahrtsverlauf.

"Tim Wollenberg war die absolut positive Überraschung. Chapeau vor seiner Leistung. Wir haben insgesamt viel Potential in der Mannschaft, aber wir brauchen sicher noch zwei, drei Monate, um dies in vollem Umfang auch unter Rennstress umzusetzen", meinte Teamchef Grasmann gegenüber radsport-news.com.

Neben den mehr als ordentlichen Resultaten überzeugten die Pushbikers auf Rhodos zudem mit einer offensiven Fahrweise. "Wir haben uns im Gegensatz zu anderen Teams nicht mit einer passiven Fahrweise versteckt, sondern versucht, das Rennen für uns zu gestalten. Ich weiß nicht, wie oft es das gegeben hat, dass ein komplett neu zusammengestelltes Team so gut zusammen funktioniert hat", erklärte der Sportliche Leiter Rupert Hödlmoser.

LKT Team Brandenburg
Die stark verjüngte Equipe startete in Kroatien in die Saison und konnte dort direkt das erste Erfolgserlebnis verbuchen. Bei der Trofeo Umag (1.2) verpasste Richard Banusch als Vierter nur knapp das Podium. Bei der Trofeo Porec (1.2) drei Tage später lief es für die Mannschaft von Paul Voß nicht mehr ganz so gut. Wieder war es aber Banusch, der als Sechzehnter bester Mann der LKT-Equipe war.

"Ich bin soweit ganz zufrieden. Wir waren immer in der Lage, auf Rennsituationen zu reagieren, was uns letztes Jahr noch vor Probleme gestellt hat. Man merkt aber auch, dass das Niveau im KT-Bereich steigt. Dem vierten Platz von Banusch ging auch eine gute Teamleistung voraus. In Porec war das Finale dann doch ein bisschen zu schwer für ihn", fasste Voß gegenüber radsport-news.com seine Eindrücke zusammen.

rad-net Rose
Ebenfalls in Kroatien fuhr das Team rad-net Rose seine ersten Wettkampfkilometer. Die runderneuerte Mannschaft von Ralf Grabsch konnte aber noch nicht entscheidend in Erscheinung treten und musste sich bei der Trofeo Umag (1.2) mit Rang 17 durch Neuzugang Henrik Pakalski zufriedengeben, drei Tage später bei der Trofeo Porec (1.2), war Pakalski  abermals der beste Teamfahrer. Auf Rang 22 waren die Top Ten aber auch am Sonntag noch ein gutes Stück entfernt.

"Für uns steht im Moment im Vordergrund, dass wir als Team auftreten, uns gegenseitig unterstützen und in unserer neuen Formation zueinander finden. Diese grundlegenden Dinge haben für mich zu Saisonbeginn einen sehr hohen Faktor. Mit der mannschaftlichen Fahrweise bin ich bisher zufrieden. Die Ergebnisse waren zwar noch nicht optimal, aber ich bin überzeugt, dass wir das in naher Zukunft auch noch umsetzen", meinte Sportdirekter Ralf Grabsch zu radsport-news.com und betonte. "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein sehr junges Team sind."

 

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