Auch Lotto - Kern Haus setzt Corona-Pandemie zu

Monreal: “Geldgeber sind oftmals auch Freunde“

Von Christoph Adamietz

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Foto: Lotto - Kern Haus - Carla Nagel / Marcel Hilger

20.03.2020  |  (rsn) – Wie alle anderen Teams hat auch Lotto – Kern Haus mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Rennausfällen zu kämpfen. “Wir fahren den Betrieb runter, um die Kosten so gering wie möglich zu halten“, erklärte Teamchef Florian Monreal gegenüber radsport-news.com.

Eine der Maßnahmen sei, einige Teamfahrzeuge abzumelden, um die Versicherungskosten einzusparen. Mit seinen Fahrern ist Monreal in ständigem Dialog, um sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. “Man muss mit allen offen sprechen. Wir müssen auch schauen, wie es weitergeht“, so Monreal weiter.

Im Training sollten die Fahrer es ruhiger angehen lassen. “Sie sollen einfach nach Laune und Gefühl trainieren und schauen, dass der Spaß dabei nicht verloren geht.“ Eine Möglichkeit wäre, den Fahrern Smarttrainer zur Verfügung zu stellen. Sollte die Fortsetzung der Saison absehbar sein, werde man noch ein Trainingslager beziehen.

Auch wenn durch die nun folgende Wirtschaftskrise Sponsoren ausfälle drohen, zeigte sich Monreal zuversichtlich, den Fortbestand der Mannschaft auch über dieses Jahr hinaus sichern zu können. Ausbleibende Zahlungen von Sponsoren will er nicht einklagen. “Wir sind natürlich auf die Sponsoren angewiesen, aber die Geldgeber sind auch oftmals Freunde. Wenn sie dir nichts zahlen können, weil sie sonst ihren Betrieb schließen müssen, dann muss man das akzeptieren und sollte nicht auf den Vertrag pochen“, meinte der junge Familienvater.

Die Krise sieht Monreal aber auch als Chance. “Man rückt dadurch im Team noch näher zusammen, aber auch die Kontinental-Teams untereinander. Denn sie stehen ja alle vor dem gleichen Problem“, so der 33-Jährige.

 

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