Die Hausberge der Radprofis, Teil 12: Marc Clauss

Todenfeld-Steigung: Ortsschild leitet knackiges Finale ein

Von Christoph Adamietz

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Der Anstieg nach Todenfeld | Foto: Marc Clauss

06.07.2020  |  (rsn) – Seitdem er nach Rheinbach gezogen ist, hat Marc Clauss (Dauner Akkon) einen neuen Hausberg. Der 21-Jährige trainiert seine Bergfähigkeiten häufig im Anstieg zum Ortsteil Todenfeld, der vier Kilometer lang ist und auf dem etwa 200 Höhenmeter zu bewältigen sind. Den Strava-Rekord hält hier übrigens Nils Politt (Israel Start-Up Nation).

“Der Anstieg ist relativ gleichmäßig, aber auch nicht wirklich rhythmisch zu fahren. Er ist nicht all zu steil. Aber hintenraus wird er dann doch etwas steiler, zwischendurch geht es aber auch einmal sogar kurz leicht bergab“, fasste Clauss gegenüber radsport-news.com die Charakteristik der im Schnitt 4,5 Prozent steilen Todenfeld-Steigung zusammen.

Typisch für den Anstieg sind die längeren Geraden, nur unterbrochen von der einen oder andere Kurve. "Man sieht schon relativ bald das Ortsschild von Todenfeld und denkt, man hat es bald geschafft. Aber von dort ist es dann noch mal ein Kilometer Fahrt bis zur in 395 Metern Höhe gelegenen Kuppe und es wird da auch noch mal steiler. Das kann einem das Ende ganz schön vermiesen, wenn man nicht mehr so fit ist“, fügte Clauss mit einem Augenzwinkern bezüglich des kurzzeitig bis zu 10 Prozent steilen Finals an.

Vom Startpunkt Rheinbach gibt es letztlich nur eine Auffahrtsmöglichkeit nach Todenfeld, auf der aber “super Asphaltbedingungen“ herrschen, wie der Dauner-Fahrer meinte. Da dies aber auch der direkte Weg in die Eifel ist, sei gerade am Wochenende aber auch einiges los auf der berganführenden Straße. “Es gab sogar schon ein paar Unfälle, da auf der Strecke ein paar Kurven sind, in die die Autos und Motorräder zu schnell reinfahren“, so Clauss, der in Todenfeld lebt und entsprechend die Steigung zumindest jeweils zum Abschluss seiner Trainingseinheiten im Programm hat. 

“Ich fahre den Anstieg schon sehr, sehr oft“, ergänzte Clauss, der zuletzt die Aktion "Ride, collect, donate!“ ins Leben rief, bei der er Radler dazu aufrief, Flaschen am Straßenrand zu sammeln, das Leergut an einem Pfandautomaten abzugeben und das Guthaben der erhaltenen Wertbons zu spenden.

Wer den Anstieg nicht in einem Rutsch fahren will, für den bietet sich vor allem zum Ortseingang Todenfeld eine kurze Pause an. “Denn von dort hat man, wenn der Himmel klar ist, einen wunderbaren Blick bis nach Bonn, Köln und Düsseldorf.“ Da die großen Städte nicht all zu weit entfernt sind, sind die rheinländischen Profis um Politt und André Greipel hier auch immer mal wieder zu sehen. “Für die Jungs ist es der nächste Berg, wo man auch mal länger berghoch fahren kann, entsprechend sind sie auch das eine oder andere Mal dort“, bestätigte Clauss.

 

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