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15.08.2020 | (rsn) - An den ersten drei Tagen des Critérium du Dauphiné gab es ein Team, das die Konkurrenz nach Belieben dominierte. Allerdings handelte es sich dabei nicht um Ineos um Egan Bernal. Es war vielmehr Jumbo - Visma mit dem herausragenden Primoz Roglic, das den Gegner das Fürchten lehrte.
Bei der Tour de l‘ Ain vor einer Woche konnten die Briten mit ihrem kolumbianischen Kapitän Egan Bernal noch den Schein eines Zweikampfs mit Jumbo – Visma aufrecht erhalten. Zum Auftakt des Critérium du Dauphiné probierte Ineos am Schlussanstieg dann sogar, einen eigenen Zug zu installieren. Nachdem Primoz Roglic (Jumbo – Visma) der Konkurrenz inklusive Bernal dann aber spielerisch das Nachsehen gegeben hatte, lief es dann in den letzten Tagen immer schlechter. Auf der 3. Etappe verlor der Tour-Sieger 2019 im Schlusssprint neun Sekunden auf die Besten seiner Gruppe.
Sorge scheint dem Team Ineos die ungewohnte Situation allerdings nicht zu bereiten. Pavel Sivakov, am Freitag immerhin Neunter und damit besser als sein Kapitän, erklärte die Lage auf der Ineos-Homepage: “Wir hatten vor der Dauphiné noch einen schweren Trainingsblock in der Höhe. Vor allem Egan hat wirklich hart gearbeitet. Es ist noch ein langer Weg bis zur Tour, vor allem die dritte Woche ist noch weit weg. Wir haben also noch viel Zeit und müssen uns keine Sorgen und Stress machen“, so Sivakov mit Blick auf den Zeitplan: Der Grand Départ in Nizza erfolgt 13 Tage nach dem Ende des Critérium du Dauphiné, die entscheidende dritte Tour-Woche beginnt am 12. September.
Die Zeit wird Ineos - und vor allem Geraint Thomas und Chris Froome, die bei der Tour-Generalprobe mit großen Abständen hinterher fahren - auch nutzen müssen. Und gestern nun musste auf den letzten Metern auch Bernal passen und kam sogar noch drei Sekunden hinter seinem Helfer Sivakov ins Ziel. "Egan sagte mir, er fühle sich heute nicht so gut. Darum blieb ich bei ihm, um ihn ins Finale zu bringen. Als der Sprint startete ging ich mit und ungefähr 100 Meter vor dem Ziel sah ich, dass er den Anschluss verloren hatte“, schilderte der 23-Jährige die offensichtlich auch ihn selber überraschende Situation.
Mit seinem Abschneiden zeigte sich der schon lange in Frankreich heimische Sivakov übrigens ausgesprochen zufrieden: “Gestern (Donnerstag) habe ich einen Fehler gemacht, darum war ich im Finale leer. Es war aber gut, mich und meine Form heute wieder zu finden“, fügte er an.
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