Um für die Sprints besser aufgestellt zu sein

Sunweb ersetzt Sütterlin im Tour-Kader durch Pedersen

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Sunweb ersetzt Sütterlin im Tour-Kader durch Pedersen"
Jasha Sütterlin (Sunweb) fuhr beim Critérium du Dauphiné als Ausreißer. | Foto: Cor Vos

21.08.2020  |  (rsn) - Sieben Wochen ist es her, dass das deutsche Team Sunweb seinen Kader für die Tour de France bekanntgegeben hat. Mit dabei war auch der Freiburger Jasha Sütterlin. Nun aber wird der 27-Jährige am 29. August doch nicht in Nizza am Start stehen - und zwar nicht etwa, weil er verletzt wäre, sondern weil es sich die Teamleitung doch noch einmal anders überlegt hat. Sütterlin wird im Kader durch den Dänen Casper Pedersen ersetzt, der den Sprintzug um Cees Bol stärken soll.

"Das Team will seinen Lead-Out mit Pedersen als Unterstützung für Sprinter Cees Bol stärken", hieß es in einer Pressemitteilung des Rennstalls, und Sunweb-Coach Matt Winston erklärte: "Wir haben jetzt ein paar Rennen hinter uns seit dem Restart der Saison und wir haben gesehen, dass im Peloton viel mehr Kontrolle ist, so dass es etwas weniger Chancen für Ausreißer gibt. Theoretisch heißt das, dass unsere Chancen im Sprint wachsen sollten, und dem wollen wir uns anpassen."

Den zeitfahrstarken Sütterlin, der nach der Corona-Pause und einem langen Höhentrainingslager bei Strade Bianche und Mailand-Sanremo etwas Probleme hatte, sich dann aber beim Critérium du Dauphiné immer besser fühlte und auf einem guten Weg in Richtung Tour wähnte, sieht man bei Sunweb offensichtlich eher als Angreifer, denn als Teil des Sprintzuges.

"Wir glauben, dass es unsere Chancen in den Sprints erhöht"

"Wir glauben, dass es unsere Chancen auf ein gutes Ergebnis in den Sprints erhöht, wenn wir Caspers Power dem Lead-Out hinzufügen", so Winston. "Während wir trotzdem mit Jungs wie Tiesj (Benoot), Sören (Kragh Andersen) und Marc (Hirschi) unsere Chancen in Ausreißergruppen suchen werden."

Der Tour-Kader von Sunweb besteht nun also aus dem Dänen Sören Kragh Andersen, dem Deutschen Nikias Arndt, dem Belgier Tiesj Benoot, den Niederländern Cees Bol und Joris Nieuwenhuis, dem Schweizer Marc Hirschi, dem Dänen Casper Pedersen und dem Iren Nicholas Roche.

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