Wackermann auf 4. Giro-Etappe schwer verletzt

Helikopter wirbelt Absperrgitter in Fahrergruppe

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Luca Wackermann (Vini Zuba – Brado) | Foto: Cor Vos

06.10.2020  |  (rsn) - Wenige Minuten, nachdem Arnaud Démare (Groupama – FDJ) die 4. Etappe des Giro in Villafranca Tirrena gewonnen hatte, zeigte die Regie zwei am Boden liegende Profis von Vini Zuba – Brado, neben ihnen offenbar vom Wind auf die Straße geschobenen Absperrgitter. Was genau geschehen war, blieb zunächst unklar.

Die verletzten Fahrer waren der Fünfte der 2. Etappe, Luca Wackermann, sowie dessen Teamkollege Etienne van Empel. Später folgte auch die Erklärung: Ein Helikopter der RAI, die den Giro live überträgt, hatte im Tiefflug eine Absperrung in die Luft gewirbelt und gegen die beiden geschleudert.

Wackermann hatte es schlimm erwischt. Der Italiener lag bewusstlos auf dem Asphalt und musste mit Verdacht auf einen Becken- und Oberschenkelbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen geht es dem Sieger der diesjährigen Tour du Limousin laut seinem Sportdirektor Francesco Frassi besser. “Zum Glück ist Luca im Krankenwagen wieder aufgewacht. Ich habe mit ihm telefoniert. Er fühlte sich okay und war ruhig. Er konnte sich nicht erinnern, was passiert war“, so der Italiener. Obwohl er das Rennen nicht beenden konnte, wurde Wackermann als 172. der Etappe gewertet.

Der Niederländer van Empel hatte Glück im Unglück. “Es geht mir gut. Nur kleine Schnitte im Finger“, schrieb er auf Twitter. “Ich bin nicht sicher was passiert ist. Aus dem Nichts flog eine Absperrung in unsere Gruppe. In Gedanken bin ich bei Luca. Ich hoffe, dass wir schnell gute Nachrichten bekommen“, so der 26-Jährige, der das Rennen mit 5:22 Minuten Rückstand aus eigener Kraft beendete.

Ein Vertreter des Organisators RCS teilte cyclingnews mit, die Absperrungen seien gut befestigt gewesen und deutete damit an, dass der Helikopter der RAI Schuld an dem Unfall sei.

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