Italiener jagt 20 Minuten lang hinter dem Feld her

Streckensicherungs-Motorrad fährt Viviani über den Haufen

Von Felix Mattis

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Elia Viviani (Cofidis) | Foto: Cor Vos

14.10.2020  |  (rsn) - Elia Viviani (Cofidis) erreichte das Ziel der 11. Etappe des Giro d'Italia zwar im Hauptfeld, doch im Massensprint war es nicht er, sondern sein Landsmann Simone Consonni, der für Cofidis als Vierter die Kohlen aus dem Feuer holte. Viviani selbst rollte an der Strandpromenade von Rimini als Zehnter über den Strich.

Die Chancen auf den Tagessieg hatte dem Italiener 34 Kilometer zuvor in einem engen Kreisverkehr in der Ortschaft Ospedaletto der Fahrer eines Streckensicherungs-Motorrads bereits genommen. Der nämlich fuhr dem 31-Jährigen in jenem Kreisverkehr ans Hinterrad und brachte ihn dadurch zu Fall.

Es dauerte lange, bis Viviani wieder auf dem Rad saß und seine Cofidis-Teamkollegen ihn wieder in Richtung Hauptfeld bringen konnten. Da aber zu diesem Zeitpunkt das Tempo im Peloton in der Jagd auf die Ausreißer des Tages und in Vorbereitung auf die Sprintankunft von Rimini bereits hoch war, kostete die Rückkehr ins Feld den Italiener sehr viel Kraft und Zeit. Erst nach 15 Kilometern und rund 20 Minuten erreichten er und seine Helfer das Ende des Feldes.

Zwar war das noch genug, um sich für den finalen Sprint zu sortieren und am Ende vorne dabei zu sein. Doch dürfte diese Jagd die entscheidenden Körner gekostet haben, die fehlten, um ein Top-Resultat zu erreichen.

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