Vierjahresvertrag für belgischen Junior

Der nächste Evenepoel? Uijtdebroeks zu Bora - hansgrohe

Foto zu dem Text "Der nächste Evenepoel? Uijtdebroeks  zu Bora - hansgrohe"
Cian Uijtdebroeks wird 2022 Profi bei Bora - hansgrohe. | Foto: BORA - hansgrohe / Chiara Redaschi

16.12.2020  |  (rsn) - Bora - hansgrohe vergrößert mit der Verpflichtung von Cian Uijtdebroeks seinen Talentepool. Der 17-jährige Belgier gewann im Frührjahr die Juniorenversion von Kuurne-Brüssel-Kuurne und war bei vielen hochklassigen Teams hochbegehrt. Das Rennen machte dann aber der Rennstall aus Raubling, der Uijtdebroeks mit einem Dreijahresvertrag ab 2022 ausstattet. In der kommenden Jahr wird der Neuzugang des Bora-Nachwuchsteams Auto Eder seine letzte Saison als Junior in Angriff nehmen.

“Es ist kein Geheimnis, dass eigentlich jeder an Cian dran war. Seine Ergebnisse sind sehr gut, aber vor allem seine Leistungsdaten überzeugen. Ich muss sagen, dass ich persönlich von Cians Auftreten und der Zusammenarbeit mit seinem Stiefvater beeindruckt bin. Wir haben alle schnell eine gemeinsame Wellenlänge gefunden. Das war sicherlich auch ein Grund für ihn, sich für uns zu entscheiden“, sagte Team-Manager Ralph Denk, der sich im Werben um den “nächsten Evenepoel“, wie Uijtdebroeks in belgischen Medien schon genannt wird, gegen Konkurrenten wie Deceuninck - Quick-Step, Sunweb oder Jumbo - Visma durchsetzte.

Zudem wird das 2007 gegründete Team Auto Eder ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufschlagen, denn bisher beschränkte man sich darauf, bayerischen Radsportlern den Weg zu den Profis zu ebnen - was etwa bei Michael Schwarzmann, Georg Zimmermann und Marco Brenner perfekt gelang. Ab 2021 wird “dieses Konzept für ganz Deutschland und das benachbarte Ausland geöffnet“, wie Bora - hansgrohe in einer Pressemitteilung ankündigte. “Wir (werden) mit dem Team Auto Eder ab 2021 ein internationales Junioren-Team haben und so frühzeitig Talente in die Struktur von Bora – hansgrohe einführen können“, freute sich Denk über die Neuausrichtung.

Von den Plänen hofft auch Uijtdebroeks zu profitieren. “Nach dem Sieg in Kuurne-Brüssel-Kuurne hatte ich Kontakt zu so gut wie allen WT-Teams. Es gab unterschiedliche Ansätze, was meinen Wechsel zu den Profis und meine Entwicklung betrifft. Bei Bora – hansgrohe hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Sie sehen junge Fahrer nicht nur physiologisch, sondern gehen sehr individuell auf einen ein“, sagte der Neuzugang. “Überzeugt hat mich letztlich auch, dass ich durch das Team Auto Eder schon jetzt in die Struktur von Bora – hansgrohe integriert werde. Ich fühle mich in sehr guten Händen und bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Nun kann ich mich voll auf das erste Renndrittel mit den Klassikern konzentrieren.“

Wie sein neuer Sportlicher Leiter erklärte, beeindruckte Uijtdebroeks allerdings nicht nur durch seine Klassikerfähigkeiten, sondern auch durch seine Vielseitigkeit. “Er hat in unterschiedlichen Bereichen Potenzial, denn er ist ein sehr guter Bergfahrer, hat aber auch im Zeitfahren Stärken. Generell sind seine Leistungsdaten für einen 17-Jährigen sehr beeindruckend“, so Christian Schrot, der nicht nur das Team Auto Eder leitet, sondern bei Bora - hansgrohe auch für das Scouting verantwortlich ist. Nach den Frühjahrsrennen in seiner Heimat soll Uijtdebroeks nach Schrots Angaben auch bei Rundfahrten zum Einsatz kommen sowie seine künftigen Profikollegen kennenlernen. “Wir werden Cian dieses Jahr […] bei der ein oder anderen Trainingsmaßnahme mit den Profis zusammenbringen“, kündigte Schrot an.

Das Team Auto Eder wird mit acht Nachwuchsfahrern in die neue Saison gehen. Zu den viereutschen Matteo Gross, Emil Herzog, Luis Lührs und Daniel Schrag kommen die drei Österreicher Benjamin Eckerstorfer, Alexander Hajek und Marco Schrettl sowie eben Uijtdebroeks. “Wir haben mit dem Team Auto Eder in den vergangenen Jahren auf nationaler Ebene alles erreicht, was es zu erreichen gab. Entsprechend wollen wir jetzt auch international vermehrt erfolgreich sein“, kündigte Geschäftsführer Willi Bonke an.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Vuelta al Tachira en Bicicleta (2.2, VEN)
  • New Zealand Cycle Classic (2.2, NZL)